Wieder Präsenzgottesdienste möglich!

Die verschärften Kontaktbeschränkungen wurden im Kreis Warendorf wieder aufgehoben. Daher feiern wir ab dem 5.Juli wieder Gottesdienste in und neben unseren Kirchen!

Bitte melden Sie sich vorher im Gemeindebüro telefonisch an.

Der neue Gemeindebrief liegt in einem Behälter vor dem Schaukasten der Gnadenkirche zur Abholung bereit.



„Stille Post“

Wochenimpuls für die Woche vom 10. bis 16. Mai 2020 mit Gedanken von Pfarrer Eckehard Biermann, Vertretungsdienst in der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück

Wochenspruch
Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. (Psalm 98,1)


Das kann doch nicht wahr sein!
Da beschäftigen wir uns in diesen Tagen alle mit Hygiene-Konzepten, um endlich wieder Live-Gottesdienste in unseren Kirchen feiern zu können und verzichten dabei auf Gesang, Musik der Posaunenchöre…
Und dann dieser Wochenspruch. Na ja, er stammt ja aus der Vor-Corona-Zeit!
Wenigstens die Orgeln und andere Nicht-Blasinstrumente werden erklingen.
Gut, dass das möglich ist. Musik tut gut. Und das Singen allemal.
Wir stellen uns ein auf Gottesdienste, die so ganz anders sein werden: Wir sitzen weit auseinander, tragen Mundschutz, werden am Eingang registriert, um Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Da wird der Weg in die Kirche zum Bekenntnis. Ja, Singen dürfen wir nicht – aber ein neues Lied ist das schon, das wir anstimmen in diesen Tagen. Und wir sind gespannt, ob diese neue Lebensmelodie in unseren Gemeinden und Diensten Gehör findet, sich ausbreitet, Menschen erreicht, so wie es die vielen Online-Gottesdienste der letzten Wochen getan haben.
Keine Sorge, vor dieser Form von Ansteckung brauchen wir keine Angst zu haben. Und was die in der letzten Zeit viel zitierte "Reproduktionsrate" angeht, dürfte sie in unserer Kirche gerne auch viel höher als "1" liegen – also ein Mensch, der sich auf den Weg macht, bringt noch ein oder zwei weitere mit! Oder 1 oder 2 weitere kommen hinzu – woher auch immer.
Ist das dann nicht das Wunder, von dem im Wochenspruch für diese Woche die Rede ist? Und wer tut dieses Wunder?
Nein, das sind nicht wir mit unseren Hygienekonzepten und Überlegungen. Gott handelt. Eigentlich müssten wir diesen Vers aus dem 98. Psalm einmal andersherum lesen: "Gott tut Wunder. Darum singt dem Herrn ein neues Lied!"
Gut, dass Gott handelt. Gut, dass er da ist. Gut, dass ich mich auf ihn verlassen kann. Dass das so ist, da kann ich mich nur wundern und freuen.
Ich wünsche mir, dass dieser Wochenspruch uns an jedem Tag präsent ist.
Dazu habe ich mir Folgendes ausgedacht und möchte eine "Wochenspruchwerkstatt" einrichten:
Ein Wort des Wochenspruchs wird jedem Tag der Woche zugeordnet. Dazu schlage ich einen Gesangbuchvers vor. Ihre und Eure Aufgabe ist es, die dazugehörige Melodie herauszufinden und als "Tagesmelodie" wie ein Ohrwurm vor sich hin zu summen - brummen geht auch!
Dann sind Sie/seid Ihr mit ganz vielen Menschen verbunden.
Wenn das nicht Kirche ist – eine sehr lebendige – eine klangvolle Kirche.
Und dann noch etwas: Wer mag, kann zu diesem Tageswort aus dem Wochenspruch noch weitere Melodien und Texte hinzufügen - gerne auch aus dem weltlichen Bereich, gerne auch ganz modern…
Also – los geht’s:

Sonntag - "Singet" -   EG 302,1:

Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd;
ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.


Montag -  "Herr" -       EG 332,1:

Lobt froh den Herrn, ihr jugendlichen Chöre!
Er höret gern ein Lied zu seiner Ehre:
lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn!


Dienstag - "neu(es)":   EG 395,1:

Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.

Mittwoch - "Lied" -     EG 287,1 (Kehrvers):
Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.  Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.


Donnerstag -"tut" -      EG 166,1:

Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht.


Freitag - "Wunder" -     EG 327,1:

Wunderbarer König, Herrscher von uns allen,
laß dir unser Lob gefallen. Deine Vatergüte hast du lassen fließen,
ob wir schon dich oft verließen. Hilf uns noch, stärk uns doch;
laß die Zunge singen, laß die Stimme klingen.


Samstag - Wochenschluß "Halleluja" -     EG 181.:

1.   Halleluja, Hallelu-, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Halleluja, Hallelu-, Halleluja, Halleluja, Halleluja.
2.   Suchet zuerst Gottes Reich in dieser Welt, seine Gerechtigkeit, Amen.
So wird euch alles von ihm hinzugefügt. Halleluja, Halleluja.

Der Sonntag, zu dem der Wochenspruch gehört, heißt "Kantate" – also "Singet"

– summen – brummen – auf Instrumenten spielen – sich verbunden wissen – eben Kirche leben!
Kurt Marti schreibt:
Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte "Wo kämen wir hin?"
Und keiner ginge, zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.

Gebet
Gott, ich will nicht mehr nachdenken, bis es vielleicht zu spät ist, sondern endlich loslegen!
Voller Vertrauen springe ich ins Ungewisse und bin bereit für Überraschungen!
Denn auch wenn es schief geht, weiß ich Du bist bei mir.
Amen.

Segenslied

1. Möge die Straße uns zusammenführen
und der Wind in deinem Rücken sein;
sanft falle Regen auf deine Felder
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Refrain: Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand;
und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand.

2. Führe die Straße, die du gehst
immer nur zu deinem Ziel bergab;
hab wenn es kühl wird, warme Gedanken
und den vollen Mond in dunkler Nacht.

3. Hab unterm Kopf ein weiches Kissen,
habe Kleidung und das täglich Brot;
sei über vierzig Jahre im Himmel,
bevor der Teufel merkt du bist schon tot.

4. Bis wir uns mal wiedersehen,
hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt;
er halte dich in seinen Händen,
doch drücke seine Faust dich nicht zu fest.

"Stille Post"

Wochenimpuls für die Woche vom 17. bis 23. Mai 2020
mit Gedanken von Diakonin Sylvia Henselmeyer,
Referentin für Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Gütersloh

Wochenspruch

„Gelobt sei Gott,

der mein Gebet nicht verwirft,

noch seine Güte von mir wendet.“

(Psalm 66,20)

Mit einem Lobgesang beginnt der Spruch, der über der neuen Woche steht. Leicht geht er mir in diesen Tagen ehrlich gesagt nicht über die Lippen. Häufig ist mir nicht zum Loben zumute. Zuviel Unsicherheit umgibt mich, zu viele Bilder, die von Leiden erzählen, zu viel Stimmengewirr und Polarität auf allen Seiten. Und es scheint erst der Anfang zu sein.
Dabei befinden wir uns in der österlichen Freudenzeit!
Was ist übrig geblieben von der Osterfreude? Ist noch etwas spürbar?
Seit letztem Sonntag dürfen die Kirchen unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen wieder öffnen, Gottesdienste dürfen wieder gefeiert werden; rechtzeitig zum Sonntag Kantate. Für einige ein echter Grund zur Freude, für andere eine Entscheidung, die sie mit besorgtem Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen.
Vor uns liegt der Sonntag Rogate, der zum Gebet und zur Fürbitte ermutigen möchte.

Rogate! Betet!

Dem Gebet kommt in dieser Woche eine besondere Bedeutung zu. Es steht unter der Verheißung des Wochenspruchs:

„Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet.“

Wie gut, dass das Gebet keine (desinfizierte) Kirchenbank braucht; keinen festen Ort. Wie gut, dass das Gebet im Herzen wohnt und nicht an eine liturgische Formel geknüpft ist (wenngleich es hilfreich sein kann, sich in ein liturgisches Gebet „fallen zu lassen“, wenn mir selbst die Worte fehlen). Gebet hat überall Raum, auch in der einsamsten Isolation.
Der Wochenspruch entspringt dem letzten Vers des 66. Psalms. Dieser Psalm war in seiner Ursprünglichkeit als liturgischer Text geschrieben, der aus zwei Liedern bestand. Das erste Lied entspricht einem Wechsel aus Gemeinde- und Chorgesang (Verse 1-12). Darin werden alle Völker aufgefordert, sich zu erinnern und Gott zu danken für die Rettung, die er seinem Volk zukommen ließ. Im zweiten Lied wird der Dank eines Einzelnen ausgedrückt für die wunderbare Führung Gottes in seinem Leben (Verse 13-20).
Ich bleibe im Mittelteil des Verses hängen: „der mein Gebet nicht verwirft“. Wie gut tut es zu lesen, dass ich gehört werde, wenn ich mich an Gott wende, auch mit meiner kleinsten Bitte. Dabei ist es egal, ob ich laut oder leise bete oder ob ich Gott zum x-ten Mal mit einer Sache in den Ohren liege, ob ich stammle, weil mir die Worte fehlen (…). Er verwirft mein Gebet nicht! Er nimmt mich und meine Anliegen ernst! Der Psalmbeter erkennt das und lobt Gott dafür.
Kein Leben ist ein reiner Lobgesang, doch der Psalmist beschreibt sein Erleben mit Gott. Es klingt in meinen Ohren wie ein Glaubenszeugnis, in das ich einstimmen darf, in Zeiten, in denen ich müde geworden bin, zu beten. In Zeiten, in denen alles ausweglos scheint. Der Psalmbeter erinnert (mich) daran, dass kein Gebet verloren geht. Bei Gott sind sie alle gut aufgehoben. In seinen Worten klingt Überzeugung und Seelenfrieden mit.
Ich wünsche auch uns, dass wir in diese Glaubensgewissheit einstimmen können und heute, aber auch am Ende dieser weltweiten Pandemie sagen können: „Danke, für deine wunderbare Führung, Gott! Danke, dass Du da bist und warst mit deiner gütigen Hand und uns geführt hast, an jedem einzelnen Tag.“
Gebet
Meine Seele lobt dich, Gott, und deinen heiligen Namen. Was du mir Gutes getan hat, möchte ich nicht vergessen.
Du hältst die Erde und den Himmel zusammen und stellst sie unter dein göttliches Jawort. Dich will ich preisen mit Psalmen und Weisen, von Herzen will ich dich loben.
Amen
Einladung zum Weiterlesen, Hören, Sehen...

Jubilate Deo (Taizé)

www.youtube.com/watch

Jubilate Deo (Dan Forrest)

www.youtube.com/watch

EG 344 – Vater unser im Himmelreich (Rogate)

www.youtube.com/watch
Das Kirchenlied „Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren“ von Matthias Jorissen aus dem Jahr 1798 basiert auf Psalm 66. Der vollständige Text ist der Liederdatenbank zu entnehmen: www.liederdatenbank.de/song/1316

Stille Post - Impulse

Evangelischer Kirchenkreis Gütersloh, Moltkestraße 10, 33330 Gütersloh       19. März 2020


„Stille Post“
mit Gedanken von Pfarrerin Kerstin Pilz, Ev. Versöhnungs - Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück
Herrnhuter Losung für den 2. Mai 2020


Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.
Psalm 51,13


Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns errettet aus der Macht der
Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes.
Kolosser 1,3.13

Impuls
Face to Face, von Angesicht zu Angesicht - solche Begegnungen sind in den letzten Wochen rar geworden. Stattdessen Zoom - Konferenzen und Skypeanrufe, wo mitten im Gespräch sich das Angesicht des Anderen plötzlich nicht mehr bewegt, eingefroren scheint, als wenn die Pixelpunkte sich in der Weite des Internets
festgefahren hätten, noch komischer, wenn man die Stimme des Anderen noch weiter hört oder Bild und Ton nicht synchron übertragen werden und man sich ein bisschen an das schlechte Playback aus der Hitparade mit Dieter Thomas Heck erinnert fühlt. Seit vergangener Woche gibt es wieder mehr Möglichkeiten sich zu sehen und doch ist das mit dem von Angesicht zu Angesicht durch die Maskenpflicht
so eine Sache.

Lächelt mein Gegenüber? Sehe ich ein Stirnrunzeln? War das nicht….?
Wenn ich im Supermarkt einkaufen gehe, merke ich, dass der ein oder die andere mich nicht wirklich erkennt und ich spüre, dass ich nicht einfach so im Angesicht des Anderen lesen kann. Das ist ungewohnt, manchmal auch befremdlich.
An mir selbst merke ich: Ich schaue nach einer Woche viel genauer hin. Und ich spüre, dass die Menschen um mich herum auch viel stärker den Blickkontakt suchen.

Siehst du mich? Erkennst du mich? Du weißt doch, wer ich bin, oder?
Die Menschen sind keine Lebewesen, die aneinander vorbei leben, ganz im Gegenteil. Sobald Aufmerksamkeit gar nicht mehr so selbstverständlich ist, spüren wir, wie sehr wir sie eigentlich auch brauchen. Wie sehr wir das Gefühl brauchen, dass wir wahrgenommen werden. Die vielen Augen, die wir im Moment nur sehen können, sprechen da Bände, wenn wir genau hinschauen.

Du siehst mich doch? Du nimmst mich doch wahr? Du übersiehst mich doch nicht?
Um nichts anderes bittet der Psalmbeter Gott heute in Psalm 51, wenn er spricht:
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht…
Mit dieser Bitte ist er bei Gott genau richtig. Gott wendet sich nicht ab, ihm sind seine Menschen nicht egal. Das bestärkt noch einmal der Lehrtext. Ganz im Gegenteil! In seinem Sohn hat er sich auf ganz besondere Weise seinen Menschen zugewandt, sie nicht verworfen, sondern errettet. Jesus hat in allem was er tat immer sein Gegenüber genau in den Blick genommen und hat das Kreuz für die Menschen getragen, als die ihn selbst verworfen hatten. Wie hätte Gott uns näher kommen können? Wie hätte er seinen Menschen nicht deutlicher sagen können: Ich sehe dich!, als durch Jesu Augen, in seinem Blick! Ich werde heute die Blicke meiner Mitmenschen suchen und versuchen ihnen tief in die Augen zu blicken, von Angesicht zu Angesicht, dass geht auch mit Maske!


Gebet
Ich bete heute mit dem Text des Mottolieds des Kirchentages im Reformationsjahr
Du bist ein Gott, der mich anschaut. Du bist die Liebe, die Würde gibt. Du bist ein Gott, der mich achtet. Du bist die Mutter, die liebt, du bist die Mutter, die liebt.
Dein Engel ruft mich da, wo ich bin: - Wo kommst du her und wo willst du hin?  - Geflohen aus Not in die Einsamkeit, durchkreuzt sein Wort meine Wüstenzeit.
Zärtlicher Klang:  - Du bist nicht allein! Hoffnung keimt auf und Leben wird sein. Gott hört - so beginnt meine Zuversicht. Die Sorge bleibt, doch bedroht mich nicht.
Schauender Gott, wo findest du mich? Hörender Gott, wie höre ich dich? Durch all
meine Fragen gehst du mir nach und hältst behutsam die Sehnsucht wach. Amen.

Zum Hören
Das Mottolied „Du bist ein Gott der mich anschaut“ vom DEK 2017
Text: Susanne Brand. Melodie: Miriam Buthmann
youtu.be/ZZsfvSp5KUQ

Alle Veranstaltungen, auch die Gottesdienste, fallen bis auf Weiteres aus.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Landesregierung beschlossen, alle Veranstaltungen, auch die Gottesdienste mit Publikum zu untersagen. Es werden aber im Internet Gottesdienste übertragen, an denen Sie in Zeiten der Isolation teilnehmen können.

Die Vorstellung der Konfirmanden und Presbyter wird zu einem späteren Zeitpunkt nach Ostern nachgeholt.