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Unsere Gemeinde

An der Grenze des Münsterlandes zu Ostwestfalen-Lippe liegt Wadersloh mit einer evangelischen-lutherischen Gemeinde im katholischen Umfeld. Wadersloh besteht aus drei Dörfern mit jeweils einer eigenen evangelischen Kirche: In Diestedde befindet sich die Erlöserkirche (Rottkampstraße 25), in Liesborn liegt die Auferstehungskirche (Wullenbrink 13) und zu Wadersloh gehört die Gnadenkirche (Bentelerstraße 19). Das Pfarrbüro, das Gemeindehaus und die Kindertagesstätte "Pusteblume" liegen in Wadersloh. 

Jeden Sonntag um 10 Uhr findet reihum in einer Kirche im monatlichen Umlauf ein Gottesdienst statt.

In zwei Gruppen spielen und lernen die Kinder in einem erneuerten Kindergarten. Die Kindertagesstätte "Pusteblume" direkt neben der  Gnadenkirche und dem Gemeindehaus wurde im Jahr 2012 für die U3-Betreuung ausgebaut. Das Außengelände wurde im Mai 2013 von den Eltern renoviert. Für die Familienarbeit werden immer wieder interessante Angebote gemacht. Die Jüngsten der Gemeinde treffen sich einmal im Quartal  zum Kinderbibeltag, um den Familiengottesdienst am nachfolgenden Sonntag vorzubereiten.

Mehrmals in jedem Schuljahr finden in allen Wadersloher Schulen Gottesdienste statt oder die Schüler kommen in unsere Kirchen. Unsere Konfirmandenarbeit wird mit Teamern durchgeführt, Jugendlichen, die die Pfarrerin bei ihrer Arbeit unterstützen. Sie sind die Grundlage unserer Jugendarbeit.

Traditionell gibt es in Wadersloh zwei Frauenhilfen. Eine Hospizgruppe lädt immer wieder Referenten für interessante Vorträge ein. Ein Handarbeitskreis und ein "Kaffeepott" lädt jede Woche zum Mitmachen ein.

Besonders wichtig ist uns die ökumenische Zusammenarbeit mit unserer katholischen Schwestergemeinde St. Margareta.

Im Juni 2017 wurde ein Gemeindebeirat gegründet, in dem Vertreter verschiedener Gruppen der Gemeinde Ideen einbringen, Anregungen und Probleme diskutieren und Feste und Renovierungen planen.

Seit 2018 trifft sich der "neue Gemeindekreis", in dem in offener Runde (ökumenisch) an wechselnden Wochentagen Aktionen im kirchlichen Umfeld durchgeführt werden. In Verbindung mit dem Erwachsenenbildungswerk werden hier in den Kirchen Vorträge gehalten, Konzerte veranstaltet und besucht, Garten-Pflanzaktionen durchgeführt, Tempel und Synagogen besucht und vieles mehr.

65 Jahre Erlöserkapelle zu Diestedde

Am 1. Dezember waren die Gemeinde-glieder und Gäste um 10.15 Uhr zu ei-nem festlichen Gottesdienst in die Erlöserkapelle zu Diestedde eingeladen.
Denn vor 60 Jahren, am 29.11.1953, am 1. Advent, wurde die Erlöserkapelle ein-geweiht.
Die Chronik berichtet, dass die evangelischen Christen Diestedde seit 1884 vom Seelsorgebezirk Beckum mitbetreut wurden. Nach der Aufzeichnung in der Grundsteinurkunde zum Bau der Erlöserkapelle von 1953 gab es bis zum Beginn des 2. Weltkrieges in Diestedde nur drei evangelische Familien. Während des Krieges wuchs die Zahl der evangelischen Christen durch den Zuzug von Evakuierten aus dem Ruhrgebiet. Die Zahl stieg weiter, als nach dem Krieg mehrere hundert Ostvertriebene in Diestedde eine neue Heimat fanden.
Am Pfingstfest des Jahres 1946 wurde erstmals für die Diestedder der evangelische Gottesdienst in einem Klassenraum der Volksschule gefeiert. In der Folgezeit fand dort an jedem zweiten Sonntag der Gottesdienst statt. An hohen Festtagen stand den evangelischen Christen die kath. St. Nikolauskirche zur Verfügung.
Durch das Wachsen der Gemeinde wurde schließlich der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus geweckt. Bei der damals zuständigen Stelle, der „Evangelischen Notgemeinschaft des Kirchenkreises Gütersloh“, trug man dieses Anliegen vor.
Am 26.1.1951 konnte das Presbyterium der Evang. Kirchengemeinde Beckum ein entsprechendes Grundstück, 2.164 qm groß, von Wladimir Graf von Marchant und Ansembourg erwerben.
Schon bald wurde im Bauamt der Evang. Kirche von Westfalen der Plan zum Bau der Kapelle mit 90 Plätzen und einem Jugendraum entworfen.
Am 7.5.1953 fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Die „Westf. Nachrichten“ schrieben damals:
Ein lang ersehnter Wunsch der jungen Gemeinde Diestedde wird nun in Erfüllung gehen. In fleißiger Handwerksarbeit wächst ein Kirchlein aus dem Boden, und es wird nur noch eine kurze Zeit dauern, dann besitzt die junge vornehmlich aus Heimatvertriebenen bestehende Gemeinde ein eigenes Gotteshaus.
Am 1. Advent 1953 kam der große Tag, die Einweihung der Erlöserkapelle in Diestedde. Die Feierlichkeiten begannen in der kath. Volksschule mit dem Abschied von der bisherigen Gottesdienststätte. Danach zogen die Anwesenden mit den kirchlichen Geräten zur Kapelle. Dort eröffnete Pastor Richard Heinz aus Beckum die Pforte des Gotteshauses. Die Weihe nahm Landeskirchenrat Dr. Rahe vor. Er schloss mit den Worten: „Durch Gottes Wort und Gebet ist dieses Haus, das wir Erlöserkapelle nennen wollen, geweiht“.
In den Baukosten, die etwa 34.000 DM betrugen, waren auch eine Glocke und eine Kleinorgel enthalten.
Die Bronzeglocke, mit dem Schlagton „D“ wurde im Frühjahr 1954 eingebaut und erhielt 1977 eine elektrische Läuteanlage.
Im Zuge der kommunalen Neuordnung wurde der Bezirk Diestedde 1977 von der Kirchengemeinde Beckum in die Kirchengemeinde Wadersloh umgepfarrt.
Ruth Wiedermann

Unsere Gemeindekonzeption








Konzeption der Evangelischen

Kirchengemeinde Wadersloh


Oktober 2019






 






  1. Einleitung

Mit Beschluss des Presbyteriums vom 15.10.2019 verabschiedet die Evangelische Kirchengemeinde Wadersloh die vorliegende Gemeindekonzeption. Sie wurde erarbeitet von einer Konzeptgruppe, bestehend aus Mitgliedern des Presbyteriums und Gemeindegliedern aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Kirchengemeinde. Diese Konzeption beschreibt als Abschluss eines intensiven Weges der vergangenen Monate die aktuelle Situation der Gemeinde und entwickelt mögliche Perspektiven für den weiteren Weg.




    1. Präambel



Die evangelische Kirchengemeinde Wadersloh mit ihren 3 Ortsteilen Wadersloh, Diestedde und Liesborn, den jeweiligen Kirchen (Gnadenkirche Wadersloh, Erlöserkapelle Diestedde, Auferstehungskirche Liesborn) und der Kindertageseinrichtung Pusteblume versteht sich als eine offene, lebendige und wachsende Gemeinde vor Ort, die die Bedürfnisse jedes und jeder einzelnen ernst nimmt.

Wir wollen im Vertrauen auf Gott und in der Nachfolge Jesu eine einladende Gemeinde sein. Jeder und jede ist wichtig und willkommen und kann sich mit seinen

Gaben und Fähigkeiten einbringen.
Wir wollen Gemeinschaft leben und Nächstenliebe üben (lebendige Steine sein) und unsere christliche Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrnehmen.

Wir wollen Brücken bauen zu allen Menschen und Generationen und offen sein für neue Ideen. Wir wollen im christlichen Selbstverständnis die Kirche aufbauen, weiterentwickeln und stärken und dabei wertschätzend mit allen Menschen umgehen.


Zusammenfassend wollen wir unser Gemeindeleben unter folgendes Bibelwort stellen:


Kommt her zu ihm!

Er ist der lebendige Stein, der von den Menschen verworfen wurde. Aber bei Gott ist er auserwählt und kostbar. Lasst euch auch selbst als lebendige Steine zur Gemeinde aufbauen.


1. Petrus 2, 4 - 5a nach der Übertragung der Basisbibel




Warum brauchen wir eine Gemeindekonzeption? - Ausgangslage


(mit Auszügen aus dem Haushaltssicherungsbeschluss des Presbyteriums auf Basis der Vorlage des Kirchenkreises):


Der Haushalt der Evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh konnte im Haushaltsjahr 2016 nur durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 19.131 Euro aus der „Rücklage zur Sicherung kirchlicher Arbeitsfelder“ ausgeglichen werden.

Aufgrund dessen war gem. § 67 ff. Verwaltungsordnung (VwO) die Notwendigkeit für die Erarbeitung des Haushaltssicherungskonzeptes gegeben.


Die der Kirchengemeinden im Rahmen des innersynodalen Finanzausgleichs im Kirchenkreis Gütersloh zugewiesenen Kirchensteuern reichten nicht zur Deckung aller Ausgaben aus. Insbesondere die 2-gruppige Tageseinrichtung für Kinder der Kirchengemeinde („Pusteblume“) nahm mit einem realen Trägeranteil in Höhe von ca. 36.000 Euro einen sehr hohen Anteil an der Zuweisung (94.174 Euro) ein.

Das entstandene Defizit hat die kommunale Gemeinde Wadersloh dankenswerter Weise übernommen. Rein rechtlich sind Kommunen für die ausreichende Schaffung von Kita-Plätzen verantwortlich. Eine Trägervielfalt wird auf kommunaler Ebene begrüßt.

Insbesondere aufgrund der zwischenzeitlich höheren Landesförderung für Kindertageseinrichtungen konnte 2019 der Haushaltsausgleich der ev. Kirchengemeinde erreicht werden.

Im Übrigen können derzeit auch leicht steigende Kirchensteuereinnahmen verzeichnet werden.

 

Das Presbyterium hat Anfang 2019 beschlossen, eine zukunftsweisende Konzeption für unsere Kirchengemeinde zu erstellen; dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Prognosen des Kreiskirchenamtes von sukzessiv rückläufigen Gemeindegliederzahlen ausgehen und mittelfristig sinkende Steuereinnahmen erwartet werden. Hinzu kommen allgemein fehlende Pfarrstellenbewerber*innen.

Ein sachgerechter Umgang mit finanziellen und personellen Ressourcen ist notwendig.

Hierzu wurde im Frühjahr 2019 eine Arbeitsgruppe aus hauptamtlich und ehrenamtlich Tätigen und sonstigen Interessierten gebildet, um die wichtige zukunftsweisende Arbeit auf eine breite Basis zu stellen. Bis Ende 2019 soll eine entsprechende Konzeption erstellt sein, damit eine dauerhafte Wiederbesetzung der Pfarrstelle möglich wird.


Die Kirchengemeinde verfügt über 3 kleine Predigtstätten in jedem Ortsteil, flächenmäßig große Gemeinderäume und das Pfarrhaus in Wadersloh sowie die 2gruppige Kita-Pusteblume ebenfalls in Wadersloh.


Mit 1.822 Gemeindegliedern, Stand: 31.05.2019, hat die Kirchengemeinde einen Bestand, der deutlich unter dem Korridor-Bestand (2.750 – 3.000 Gemeindeglieder je voller Pfarrstelle) der Pfarrstellen im Kirchenkreis Gütersloh liegt.


Mit Schreiben vom 28.05.2019 geht der Superintendent davon aus, dass jährlich etwa 25 Personen die Gemeinde verlassen werden und so 2029/30 nur noch etwa 1.564 Gemeindeglieder vorhanden sein werden.

Fraglich ist, ob die Gemeindezahlen tatsächlich derartig sinken bzw. ob dieser Trend z.B. durch bedarfsgerechte Angebote aufgehoben oder doch zumindest abgeschwächt werden kann, dies auch vor dem Hintergrund zahlreicher neuer Baugebiete in den Ortsteilen.


Des Weiteren prognostiziert der Kirchenkreis mittelfristig einen Rückgang der Kirchensteuerzuweisungen für das Jahr 2022 von bisher 105.546 € auf 80.975 €, also eine Reduzierung um 24.571 €. Der Kirchenkreis weist selbst darauf hin, dass dieser Steuereinbruch ggf. auch später eintreten kann, er sei jedoch zu erwarten.

Hinzu kommen zu erwartende Tarifsteigerungen bei den Personalkosten, die die Ausgaben der Gemeinde erhöhen werden.


Im Rahmen der Konzeption sind daher auch die Fragen der Aufgabenkritik zu beleuchten und ob ggf. Ausgaben reduziert bzw. Einnahmen erhöht werden können.


Zurzeit ist die Kirchengemeinde mit Frau Rudzio und Herrn Biermann (PDÜ bis 31.01.2020) pfarrstellenmäßig gut versorgt, leider ist dies aber keine Dauerlösung. In Abhängigkeit von der Zahl der Gemeindeglieder wird die Pfarrstelle voraussichtlich nur noch etwa zu 0,5 oder max. 0,75 Stellenanteilen besetzt werden können. Das ist angesichts der großen Flächengemeinde von gut 117 km² wenig.

Trotzdem oder gerade deswegen muss geklärt werden, was wollen wir als Gemeinde und was können wir leisten. Wieviel Ehrenamt ist möglich und nötig, wie kann man die gemeinsame Aufgabe einer lebendigen Kirche vor Ort gestalten.

Dies ist auch vor dem Hintergrund notwendig, dass die Pfarrstelle zeitnah ausgeschrieben werden soll und wir klären sollten, wen wir suchen.


Zusammenfassung der Ergebnisse

 

  • Die kommunale Gemeinde Wadersloh verfügt mit 117,03 km² über ein sehr großes Einzugsgebiet. Sie besteht aus den 3 Ortsteilen Wadersloh, Liesborn und Diestedde. Begünstigt durch niedrige Baulandpreise war und ist in den letzten Jahren die Erschließung neuer Baugebiete durch die Gemeinde möglich. Auch wenn ihnen bewusst ist, in einer Großgemeinde zu wohnen, gibt es bei den Bürger*innen eine große Verbundenheit mit dem jeweiligen Ortsteil, in dem sie leben.

Wochentags besteht tagsüber eine stündliche ÖPNV-Bus-Verbindung zwischen Beckum und Lippstadt über Wadersloh, am Wochenende deutlich reduziert.


  • Unsere kirchliche Gemeinde mit den 3 kleinen Kirchen ist im katholisch geprägten Münsterland erst nach dem 2. Weltkrieg entstanden. Ohne die dankenswerter Weise große finanzielle Unterstützung von Kirchenkreis, evangelischen Nachbargemeinden u.a. sowie der tatkräftigen persönlichen Hilfe zahlreicher Gemeindeglieder, wäre es nicht möglich gewesen, Vertriebenen und Flüchtlingen eine neue geistliche Heimat zu geben.


  • Die 2019 QM-zertifizierte Kindertagesstätte Pusteblume bereichert seit 1989 unser Gemeindeleben und konnte 2011/12 für den U 3-Bereich ausgebaut werden.


  • Laut Mitteilung des Kreiskirchenamtes weist die Gebäudestrukturanalyse in den Objekten keinen grundsätzlichen Sanierungsstau aus und eine Bauunterhaltungsrücklage zur Behebung der laufenden Arbeiten ist vorhanden.

Die 3 Kirchen werden sehr preisgünstig bewirtschaftet. Der Finanzierung der Kirchen kommt zudem zugute, dass im Rahmen des Neuen Kirchlichen Finanzmanagements für Kirchgebäude keine Abschreibungen gebildet werden müssen.


  • Der sonntägliche Gottesdienst, die Feier der Sakramente, Hochzeiten und Beerdigungen sowie die besonderen Gottesdienste zu z.B. Feiertagen, besonderen Themen, musikalische Workshops mit Gottesdiensten am Samstagabend, Gottesdienste für Schüler*innen, als gemeinsame Gottesdienste mit anschließendem Kirchkaffee usw. sind das Zentrum des Gemeindelebens.

Als einladende, aufbauende Gemeinde sind wir offen für andere Gottesdienstformen und -zeiten und versuchen, den Bedürfnissen von Jung und Alt gerecht zu werden und damit die Kirche für weitere Besucher*innen zu öffnen. Eine Präsenz in allen Ortsteilen ist uns dabei sehr wichtig.


  • Alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden bringen sich mit viel Engagement und Begeisterung in unser Gemeindeleben ein. Wir gehen wertschätzend, vertrauensvoll und kooperativ miteinander um. Wir unterstützen uns gegenseitig, fördern die Stärken jedes*r Einzelnen und erkennen persönliche Grenzen an.

Wir fördern das Haupt- und Ehrenamt und suchen beständig neue Mitwirkende. Das Wort „lasst euch selbst als lebendige Steine zur Gemeinde aufbauen“ nehmen wir ernst und sind offen für neue Menschen und Ideen.

Dabei fördern wir traditionelle Gruppen und Kreise sowie innovative Angebote.


  • Wir möchten Glauben altersgerecht schon den Jüngsten vermitteln. Alle Altersgruppen in allen Ortsteilen sollen Kirche als ein Zuhause empfinden und sich im Glauben zu verantwortungsbewussten und selbstständigen Menschen entwickeln und Sein dürfen. Ein generationsübergreifendes Miteinander ist uns wichtig.


  • Gemeindlicher Aufbau bedeutet für uns, jedem Menschen in jeder Lebenssituation individuell seelsorgerlich, diakonisch und christlich zu begegnen. Dies zeigt sich im Wirken des/der Pfarrer*in und aller haupt-, neben- und ehrenamtlich Tätigen vor Ort. Eine verlässliche Ansprechbar- und Erreichbarkeit sind uns sehr wichtig. Wir wollen einfühlsame Ansprechpartner*innen für die Menschen in den verschiedensten Lebenslagen sein.

Wir wissen uns dabei verbunden mit den Einrichtungen des Kirchenkreises Gütersloh sowie dem Diakonieverbund im Kirchenkreis, als auch dem Sozialbüro der Großgemeinde.


  • Wir verstehen Musik als Verkündigung des Wortes Gottes und fördern jegliche Art von Musik, um Menschen aller Generationen für Gott zu begeistern.


  • Als Kirchengemeinde im Diasporagebiet sind uns gute Kontakte zur katholischen Nachbargemeinde wichtig. Wir wollen uns immer wieder „ins Gespräch“ bringen und dabei auch evangelisches Profil zu zeigen. Ökumenisches Denken und Handeln zeigt sich auch darin, dass wir uns weltweit vernetzt wissen. Wir haben Fragen des Lebens in der Einen Welt im Blick. Hier gibt es auch Berührungspunkte zu ökologischen Fragestellungen.


  • Die Bewahrung von Gottes Schöpfung und ein klimafreundlicher, sachgerechter Umgang mit den Ressourcen sind uns wichtig.


  • Wir pflegen enge Kontakte zur politischen Gemeinde, zu örtlichen Vereinen und Bildungsträgern sowie zu den Evangelischen Nachbargemeinden insbes. in der Kirchenregion West und zum Kirchenkreis Gütersloh.


  • Wir legen Wert auf gute, transparente und verlässliche Informations- und Kommunikationsstrukturen sowohl intern als auch in der Öffentlichkeit. Wir öffnen uns, neben den traditionellen auch neue Medien zu nutzen.


  • Wenn auch aufgrund der geografischen Lage Fusionen der kirchlichen Körperschaften sich eher schwierig gestalten, suchen wir verantwortungsbewusst und offen nach Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Gemeindearbeit und des Pfarrdienstes.


  • Es ist uns sehr wichtig, alle Gebäude so lange wie möglich zu nutzen und die Gemeinde aufzubauen.

Da die Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen nur begrenzt vorhersehbar ist, sind wir bereit, die Nutzung der Gebäude immer wieder neu zu bedenken und Anpassungen an veränderte Einnahmen vorzunehmen. Hierzu gehört es auch, dort, wo es möglich ist, Einnahmen zu erhöhen und Ausgaben zu reduzieren.

Das Presbyterium und die Konzeptgruppe gehen davon aus, dass der Weg der Evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh weiterhin sorgfältiger Reflexion bedarf. Dies soll in regelmäßigen Abständen geschehen. Dabei soll evaluiert werden, was bisher erreicht wurde und welches zukünftige Schritte sein können.




  1. IST-Analyse


2.1 Die kommunale Gemeinde Wadersloh


Am südöstlichen Rande des Münsterlandes liegt, zwischen Lippstadt und Beckum, die Großgemeinde Wadersloh (Regierungsbezirk Münster, Kreis Warendorf) mit ihren drei Ortsteilen Wadersloh, Liesborn und Diestedde. Die ländlich geprägte Gemeinde wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung 1975 gebildet und erstreckt sich über eine Fläche von 117,03 km². Sie verzeichnet derzeit 13.045 Einwohner/-innen, davon 42 % Menschen unter 40 Jahren. Knapp 7 % davon haben ausländische Wurzeln (Stand: 31.12.2018):


<colgroup> <col width="82"> </colgroup> <colgroup> <col width="58"> <col width="65"> <col width="99"> <col width="74"> <col width="65"> <col width="79"> </colgroup> <colgroup> <col width="34"> </colgroup>

 

Bezirk

Haupt-
wohnung

in %
Innnen/Außen

in % gesamt
je Ortsteil

plus Neben-
wohnung

Gesamt
Einwohner-
zahl

in %

Wadersloh

innen

5.044

77%

 

 

 

 

 

außen

1.476

23%

 

 

 

 

 

gesamt

6.520

 

51,59%

207

 

 

Liesborn

innen

2.427

65%

 

 

 

 

 

außen

1.309

35%

 

 

 

 

 

gesamt

3.736

 

29,56%

131

 

 

Diestedde

innen

1.891

79%

 

 

 

 

 

außen

490

21%

 

 

 

 

 

gesamt

2.381

 

18,84%

70

 

 

insgesamt

innen

9.362

74%

 

 

 

 

 

außen

3.275

26%

 

 

 

 

 

gesamt

12.637

 

 

408

13.045

 

davon







 

katholisch

 

 

 

 

 

8.743

67%

evangelisch

 

 

 

 

 

1.926

15%

sonstige

 

 

 

 

 

2.376

18%


<colgroup><col width="99"> <col width="85"> <col width="64"> </colgroup>

Altersgruppen

gesamt

in %

0-17 Jahre

2.089

16,01%

18 - 40 Jahre

3.348

25,67%

41 - 64 Jahre

4.797

36,77%

> = 65 Jahre

2.811

21,55%

gesamt

13.045

100,00%


Die Kommune weist regelmäßig neue Baugebiete aus. Aufgrund der deutlich günstigeren Grundstückskosten als in den benachbarten Städten Beckum, Oelde und Lippstadt erfreuen sich diese eines regen Zuspruchs. Aktuelle neue Baugebiete (Stand Juni 2019):


<colgroup><col width="68"> <col width="104"> <col width="42"> <col width="105"> <col width="74"> </colgroup>

 

zurzeit

Plätze

ab 2019/2020 neu:

Plätze

Wadersloh

Lechentenweg

53

Lechentenweg III

30

Liesborn

Kirchhusen

43

Sommerkamp

30

Diestedde

West I +II

57

 

 

Auch wenn es sich um eine Großgemeinde handelt, ist die Verbundenheit und Identifikation der Menschen mit dem eigenen Ortsteil, in dem sie leben, sehr groß und ausgeprägt. Nahe Wege gerade für die Kleinsten und auch Älteren werden geschätzt.


So gibt es sowohl in Diestedde, Liesborn und Wadersloh Kindertageseinrichtungen, insgesamt 7 Einrichtungen.

Neben der ev. Kita Pusteblume in Wadersloh befindet sich dort die katholische Kita St. Margareta (4gruppig), die Einrichtung des Roten Kreuzes Villa Kunterbunt (3gruppig) und die Privatinitiative Kita Wunderwelt (2gruppig).

In Diestedde wird die katholische Kita St. Nikolaus (3gruppig) derzeit auf 4 Gruppen ausgebaut.

Ebenso wird die Einrichtung des Roten Kreuzes Flohzirkus in Liesborn derzeit von 3 auf 4 Gruppen erweitert. Zusätzlich gibt es in Liesborn noch die 3gruppige katholische Kita St. Antonius.


Laut Auskunft des Kreisjugendamtes Warendorf sind die erwarteten Kita-Prognosen gut. Man setze sehr auf Trägervielfalt und plane bei steigenden Bedarfen an Kita-Plätzen besonders kleinere Einrichtungen wie die Kita-Pusteblume zu stärken und ggf. auszubauen, um auch einen wirtschaftlicheren Betrieb zu ermöglichen.


Der Grundschulverbund der Großgemeinde führt bewusst Standorte in jedem Ortsteil und bietet entsprechende Betreuungsangebote für Schulkinder.

In Wadersloh gibt es als weiterführende Schulen die Sekundarschule Wadersloh sowie das Gymnasium Johanneum.


In allen Ortsteilen befinden sich insgesamt 5 Seniorenwohnheime, davon je 1 in Wadersloh und Diestedde und 3 in Liesborn, eins davon mit 2 Standorten in Liesborn.


Mit Allgemeinmedizin, Frauen- und Zahnheilkunde sowie Hebammen-, Physiotherapie-, Ergotherapie-, Logopädie- und Heilpraktikerpraxen sowie mehreren Apotheken wird der Gesundheit vor Ort Rechnung getragen. Nächstgelegene Krankenhäuser finden sich in Lippstadt, Beckum, Oelde, Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh und Soest.

 

Im kulturellen Bereich finden sich neben den kirchlichen (katholischen sowie evangelischen) und politischen Angeboten zahlreiche Vereins- und Sportangebote. Besonders hinzuweisen ist auf das Museum Abtei Liesborn des Kreises Warendorf. Es befindet sich in der barocken Abtresidenz der ehemaligen Benediktinerabtei in Liesborn. Die umfangreiche Sammlung des Museums umfasst viele Bereiche der Kunst- und Kulturgeschichte der Region.

Sehenswert ist auch das Wasserschloss Crassenstein in Diestedde. Es befindet sich heute im Privatbesitz. Hier ist eine internationale Schule untergebracht und kann deshalb nicht besichtigt werden. Ein Spaziergang rund um die Schlossgräfte lohnt sich aber dennoch.

Im 20-km-Radius von der Gemeinde entfernt befinden sich wichtige, überregionale Verkehrslinien. Im Norden bzw. Westen die A 2 (Ruhrgebiet – Hannover, Abfahrten Beckum, Oelde/Wadersloh) sowie die B 61 (Raum Bremen – Ostwestfalen), im Süden die A 44 (Dortmund – Kassel, Abfahrt Erwitte-Anröchte) und östlich die B 55 (Jülich/Köln – Sauerland – Meschede – Rheda-Wiedenbrück).

Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind in Lippstadt (Strecke Duisburg-Hamm-Kassel) und Oelde bzw. Neubeckum (Strecke Hamm-Hannover).

Regionalflughäfen befinden sich in Münster-Osnabrück und Paderborn-Lippstadt.


ÖPNV-Anbindung:


Mit dem Bus erreicht man Wadersloh über die Buslinie zwischen Beckum und Lippstadt mit den Linien

  • R 72 aus/nach Richtung Beckum/Münster von Montag bis Freitag tagsüber bis etwa 19 Uhr stündlich, samstags nur zweistündlich und an Sonn- und Feiertagen maximal 2 x am Tag.

  • Buslinie R 73 aus/nach Richtung Lippstadt von Montag bis Freitag tagsüber bis etwa 19 Uhr stündlich, samstags nur zweistündlich und an Sonn- und Feiertagen maximal 2 x am Tag

Direkte ÖPNV-Busverbindungen zwischen Diestedde und Liesborn und Richtung Benteler/Langenberg/Rheda-Wiedenbrück und Oelde bestehen nicht.


Folgende Bürgerbuslinien wurden eingerichtet:

  • B 3 Wadersloh – Diestedde – Sünninghausen und zurück

von Montag bis Freitag tagsüber zweistündlich, samstags 3 x vormittags

und zurück

  • B 4 Wadersloh – Stromberg – Wadersloh

von Montag bis Freitag tagsüber zweistündlich, samstags 3 x vormittags

und zurück

  • B 9 Wadersloh Ortslinie, ausschließlich Wadersloh, nicht Diestedde und nicht Liesborn

von Montag bis Freitag tagsüber zweistündlich, samstags 3 x vormittags



2.2 Die Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh



Entstehung - Zusammenfassung:


Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges lebten kaum evangelische Christen in der kommunalen, katholisch geprägten Großgemeinde Wadersloh. Erst während des 2. Weltkrieges und danach haben viele evangelische Bürgerinnen und Bürger nach Flucht und Vertreibung aus dem Osten und nach Evakuierung aus den zerbombten Städten – vor allem des Ruhrgebietes - hier ein neues Zuhause und in der Evangelischen Kirchengemeinde schließlich wieder eine geistliche Heimat gefunden inmitten einer katholischen Bevölkerung.

Aufgrund der schlimmen Kriegserfahrungen, des Verlustes der Heimat und des Gefühls des Fremdseins war es den evangelischen Christen umso wichtiger, sich auf die Identitätssuche zu begeben und vor Ort eigene kleine Gotteshäuser zu bauen. So entstanden mit Unterstützung der damaligen Kirchengemeinden Lippstadt, Oelde und Beckum, des Kirchenkreises, der Landeskirche, des Hilfswerks Bethel und der Notgemeinschaft Gütersloh und vor allem mit großem tatkräftigem persönlichem Einsatze zahlreicher Gemeindeglieder unsere heutigen 3 Kirchen:

10.09.1951 Fertigstellung Pfarrhaus Wadersloh mit Gemeinderaum im Keller

01.02.1952 Einweihung Gnadenkirche Wadersloh

08.01.1953 Einweihung Auferstehungskirche Liesborn

mit gleichzeitiger rückwirkender Errichtung der Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn zum 01.12.1952

29.11.1953 Einweihung der Erlöserkapelle Diestedde

01.01.1977 Diestedde kommt zur Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn

1988 Erweiterung des Gemeindehauses in Wadersloh

06.08.1989 Einweihung der Kita-Pusteblume in Wadersloh

Herbst 2011 Ausbau für den U-3-Bereich




Entstehung - Im Einzelnen:


Die Vorgeschichte


In der Zeit der Reformation finden sich Hinweise, dass bereits 1540 in Wadersloh ein Pastor, namens Hermann Segebrecht, der Lehre Luthers zuneigte. Er gab aber 1548 das Pastorat in Wadersloh auf, weil er als Pastor in Diestedde bei dem dortigen Patronatsherrn Franz von Wendt mehr Verständnis für die reformatorische Lehre fand.1 Schon um 1535 hatte sich die Linie der Freiherren von Wendt-Crassenstein der evangelischen Konfession zugewandt.2 Die evangelische Gemeinde in Diestedde überdauerte selbst die Unruhen des Dreißigjährigen Krieges.3 In der Abtei Liesborn waren es nicht nur einige Mönche, die sich für die religiösen Neuerungen interessierten. Auch der Abt Antonius Kalthoff (1522-1530) sowie der Abt Gerlach (Westhoff) (1554-1582) neigten ebenfalls der reformatorischen Lehre zu. Abt Gerlach stattete die Bibliothek mit Werken Luthers und des Erasmus von Rotterdam aus.4


So gab es viele Orte im katholischen Münsterland in denen sich Pfarrer und Gemeindemit­glieder zum Protestantismus bekannten. Auch in Wadersloh waren nur vereinzelt Evangeli­sche anzutreffen. Die Verhältnisse änderten sich erst, als im Jahr 1802 die fürstbischöf­liche Herrschaft ein Ende fand und das Münsterland an Preußen überging. Damit begann ein neuer Zeitabschnitt für die evangelische Kirche, denn nunmehr war die Religions­freiheit gewährleistet.5

Als im Jahr 1838 der evangelische Apotheker Friedrich Libeau, einer Hugenottenfamilie entstammend, von Münster nach Wadersloh kam und6 eine Apotheke eröffnete, schien sich das zu ändern.


In einem am 02.08.1844 von dem Amtmann Eickenbrock erstellten Nachweis für die Evangelische Kirchengemeinde Lippstadt über die im Amt Wadersloh vorhandenen Evangelischen wurden 17 Personen aufgeführt, die evangelisch waren. Die Ehepartner und Kinder waren zum Teil katholisch.7

Am 22.5.1846 teilt der Amtmann Eickenbrock dem königlichen Landrat Graf von Merveldt auf seine Anfrage über die Pfarrzugehörigkeit der evangelischen Glaubensgenossen mit, dass die Orte im Amt Wadersloh noch nicht zu einer evangelischen Kirchengemeinde gehören.


Die meisten Evangelischen u.a. auch der Apotheker Libeau, wünschten zur Marienkirchen­gemeinde nach Lippstadt und ein Ehepaar aus Diestedde zur Evangelischen Gemeinde nach Rheda zugewiesen zu werden


Friedrich Libeau baute 1848 die alte Wadersloher Apotheke und richtete dort für die evangelischen Christen einen Bet- und Versammlungsraum ein.8 Die Chronik der Evangelischen Kirchengemeinde Oelde berichtet: „Den Evangelischen von Wadersloh gelang es am 1. April 1853 zum ersten Mal, einen Gottesdienst vor 15 Personen zu halten. Ein Steueraufseher erbot sich, sein Wohnzimmer zur Abhaltung desselben herzugeben, und bei dem Apotheker Libeau fand der Geistliche aus Oelde, Herr Fritzsche, gastliche Aufnahme. Danach habe man monatlich zu Gottesdiensten in ein gemietetes Lokal eingeladen.“9

Wie sich diese Angaben zu dem nachgewiesenen Engagement der Familie Libeau verhalten, ist ungeklärt. Kirchenrechtlich gehörten seit dem 29.01.1853 die evangelischen Bewohner des damaligen Kreises Beckum, und damit auch die aus Wadersloh, zur Gastgemeinde der evangelischen Kirchengemeinde Rheda. Sitz dieser Gastgemeinde war Oelde.

In den Kirchen- und Schultabellen von 1825 – 1864 wird ab 1858 ein gottesdienstlicher Versammlungsraum erwähnt, der nicht zu einer parochialen Kirche gehört.10 Hier handelt es sich vermutlich um den Bet- und Versammlungsraum in der Apotheke des Friedrich Libeau.


Als die Familie Libeau Wadersloh 1882 verließ, fand das junge Gemeindeleben sein Ende. Die Chronik der Evangelischen Kirchengemeinde Oelde berichtet aus dieser Zeit: „Die in Wadersloh wohnenden Evangelischen können unser schönes Gotteshaus wegen der großen Entfernung nicht besuchen. In Wadersloh wurde früher von dem hiesigen Pastor jeden Monat einmal Gottesdienst gehalten. Das hat aufgehört, nachdem das ohnehin kleine Häuflein der Evangelischen sich bis auf einige Personen verringert hatte.“ Im Jahr 1900 waren es 23 Evangelische in Wadersloh.11 Wie Friedrich Helmert in seiner „Geschichte einer Gemeinde im Münsterland“ berichtet, gab es 1907 20 evangelische Christen in Wadersloh.12

Nach dem Stande vom 01.10.1937 meldet der „Gemeinde- und Pfarralmanach für die Kirchenprovinz Westfalen, dass in Wadersloh 32, in Liesborn 80 und in Benteler 3 evangelische Christen wohnen13, die zwar rechtlich zur Evangelischen Kirchengemeinde Oelde gehörten, aber von Lippstadt aus betreut wurden; denn Oelde war zu weit und zu schlecht zu erreichen. Für Diestedde, das ja bis zum 31.12.1977 Teil der Kirchengemeinde Beckum war, werden 1937 25 evangelische Gemeindemitglieder registriert.


Der 2. Weltkrieg und seine Folgen brachten eine völlige Veränderung der kirchlichen Verhältnisse. Evakuierte aus den zerstörten Städten sowie Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten fanden in Wadersloh und Umgebung eine neue Heimat. Viele von ihnen waren evangelisch. So wuchs die Zahl evangelischer Christen in Wadersloh, Liesborn, Benteler und Bad Waldliesborn auf fast 1900. Auch in Diestedde, das bis 1977 zur ev. Kirchengemeinde Beckum gehörte, wuchsen die Gemeindegliederzahlen von 3 ev. Familien bis Kriegsbeginn auf einige Hundert an. Die seelsorgerliche Betreuung der evangelischen Christen im katholisch geprägten Münsterland wurde dringend notwendig. In Liesborn hielt Pfarrer Ungerer von der Kirchengemeinde Lippstadt Andachten im Haus Stenner. 1945 hielt Probst Hildebrand aus Goldap/Ostpreußen den ersten Flüchtlingsgottesdienst im Hause der Familie Stenner an der Königstraße 34.

Von 1946 an führte Pfarrer Kurt Dettmar diese Tradition fort.14


Pfarrer Kurt Dettmar wohnte mit seiner Familie in Lippstadt in der Nähe des Nordbahnhofs. Am 31.12.1946 hatte ihm das Evangelische Konsistorium der Kirchenprovinz Westfalen einen vorläufigen, jederzeit widerruflichen Beschäftigungsauftrag erteilt. Diese Entscheidung aus Münster übertrug die seelsorgerliche Verantwortung für die evangelischen Christen in Wadersloh, Liesborn, Benteler, Bad Waldliesborn und Lipperbruch sowie in deren Bauerschaften der Kirchengemeinde Lippstadt, in deren Auftrag Pfarrer Dettmar tätig wurde.

Pfarrer Dettmar musste an manchen Sonntagen mit seinem Leichtmotorrad mehr als 40 km zurücklegen, um die verschiedenen Predigtstellen zu erreichen. Insgesamt waren zeitweise zehn Predigtstellen zu versorgen. Als ihm im November 1946 das Kleinkraftrad gestohlen wurde, hatte er nur noch ein Fahrrad, das von den Wadersloher Gemeindegliedern gespendet worden war, zur Verfügung und musste seinen Dienst stark einschränken.


Für die Gottesdienste in Wadersloh stand der Kolpingsaal (heute Fahrradladen am Kirchplatz) zur Verfügung, der mit 150 Sitzplätzen der größte Saal in Wadersloh war. Oft reichte der Platz nicht und die Gottesdienstbesucher mussten stehen.


Der Kindergottesdienst im Anschluss an den Gottesdienst konnte später auch nicht mehr im Kolpingsaal abgehalten werden, da die Bücherei diese Zeit für die Buchausgabe beanspruchte. So zog der Kindergottesdienst in die Schule um. In Liesborn fand der Gottesdienst noch in der Wohnung der Familie Stenner, später im katholischen Pfarrheim statt. In Benteler traf man sich in der Schule, manchmal im Saal eines Gasthauses. In Bad Waldliesborn musste man ebenfalls mit einer Schule oder mit dem Vorraum des Badehauses vorliebnehmen.


Schon im Laufe des Jahres 1947 sind sich die Presbyterien der Kirchengemeinde Oelde-Neubeckum, zu der Wadersloh noch immer gehörte, und der Kirchengemeinde Lippstadt, die Wadersloh betreute, darüber klar geworden, dass für den Bereich Wadersloh, Liesborn, Benteler und Bad Waldliesborn eine Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse erforderlich war. So wurde zum 1. August 1948 in der Kirchengemeinde Oelde eine 3. Pfarrstelle mit dem Amtssitz in Wadersloh errichtet. In diese Pfarrstelle wurde Pfarrer Kurt Dettmar berufen. Seine Einführung in dieses Pfarramt erfolgt am 13.02.1949 in der katholischen Pfarrkirche St. Margareta durch Superintendent Münter.


Dennoch wurde der Wunsch der evangelischen Christen in allen Ortsteilen nach einer eigenen Kirche, eigenen gemeindlichen Räumen, nach einer Pfarrwohnung am Ort immer stärker. Nicht länger sollten Taufen, Konfirmationen und Trauungen in Lippstadt vollzogen oder die Konfirmanden – wie von 1948 bis 1951 – in der katholischen Pfarrkirche eingesegnet werden.


Nun bewährte es sich, dass frühzeitig die Gemeinde durch Bildung von Gemeindebeiräten, in denen alle Bezirke anteilmäßig vertreten waren, an dem Meinungsbildungsprozess beteiligt waren. Das stärkte auch die Position der Presbyter aus Wadersloh, Liesborn und Benteler im Gesamtpresbyterium Oelde. Es waren folgende Gemeindeglieder berufen worden: E. Mölder, F. Baum, G. Kohlgardt und G. Wandtke.



Bau der Kirchen und Aufbau der Gemeinde


Am 24.10.1949 wurden in einem Schreiben an das Evangelische Hilfswerk in Bethel all die Nöte und Schwierigkeiten der Gemeinde geschildert und die dringende Bitte geäußert, bei der Lösung der Probleme und beim Aufbau eines Gemeindezentrums behilflich zu sein. Und Hilfe kam! Die Kirchengemeinde Oelde, der Kirchenkreis, die Landeskirche und die Notgemeinschaft Gütersloh stellten so viel Mittel in Aussicht, dass man nicht nur an den Bau eines Pfarrhauses, sondern auch an die Errichtung einer kleinen Kirche denken und von vornherein auf Notlösungen verzichten konnte. Aber es war sehr schwer, geeignetes Bauland zu finden. Es waren verschiedene Grundstücke – an der Winkelstr. (Hermann-Stehr-Straße), am Poßkamp und an der Langenberger Straße – im Gespräch. Schließlich stellte die katholische Kirchengemeinde an der Bentelerstraße ein Grundstück in Erbpacht zur Verfügung. Am 04.04.1951 wurde der Vertrag zwischen den Vertretern der Katholischen Kirchengemeinde Wadersloh und der Evangelischen Kirchengemeinde Oelde unterzeichnet. Durch Kaufvertrag vom 25.03.1982 ging dieses Grundstück ganz in den Besitz der Evangelischen Kirchengemeinde über.


Im April 1951 erster Spatenstich für das Pfarrhaus

10.9.1951 Einzug der Familie Dettmar in das neue Pfarrhaus, das im Kellergeschoss einen kleinen Gemeinderaum enthielt.

Am 12.9.1951 begannen die Ausschachtungsarbeiten für den Bau der Kirche. Viele Gemeindeglieder leisteten tatkräftige Hilfe.

1.2.1952 Einweihung der Gnadenkirche in Wadersloh.


Im Bezirk Liesborn konnte ein Grundstück aus den Besitzungen des Herzogs von Croy erworben werden, um auf ihm eine kleine Kirche zu errichten. Auch hier halfen tatkräftig zahlreiche Gemeindeglieder beim Bau mit. Am 18.1.1953 wurde die Kirche mit dem hübschen, halbrundgeschlossenen Chor und 5 rundbogigen von Prof. Thol gestalteten Kirchenfenstern eingeweiht und erhielt im Jahr 1961 den Namen Auferstehungskirche.

Im Einweihungsgottesdienst der Auferstehungskirche Liesborn wurde der Kirchengemeinde mitgeteilt, dass die Kirchenleitung rückwirkend zum 1.12.1952 die Errichtung der Evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn beschlossen habe.


Auszug aus der Urkunde über die Errichtung einer Kirchengemeinde:

Nach Anhörung der Beteiligten wird hierdurch folgendes festgesetzt:

§ 1

Die evangelischen Bewohner der politischen Gemeinde Wadersloh, Liesborn, Benteler und der Bauerschaft Suderlage werden aus den Kirchengemeinden Oelde und Lippstadt ausgepfarrt und zu einer neuen Evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn vereinigt. Die neue Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Gütersloh.

§ 2

Die bisherige dritte Pfarrstelle der Evangelischen Kirchengemeinde Oelde mit dem Amtssitz in Wadersloh geht auf die neue Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn über. Der Amtssitz bleibt Wadersloh.

§ 3

Die Urkunde tritt am 1. Dezember 1952 in Kraft.

Bielefeld, den 31. Oktober 1952

Evangelische Kirche von Westfalen


Während der Amtstätigkeit von Pfarrer Kurt Dettmar in der Kirchengemeinde Wadersloh entstand durch seine unermüdliche Initiative 1958 auch die Friedenskirche in Bad Waldliesborn.


Am 30.09.1964 verließ Pfarrer Dettmar die Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn und übernahm eine Pfarrstelle in Gütersloh-Ost.


Der Hilfsprediger Hans-Günther Risse aus Lippstadt, der bereits Vikar in der Gemeinde war, wurde in die Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn entsandt, am 23.11.1965 zum Pfarrer gewählt und am 19.12.1965 in sein Amt eingeführt.


Da seit 1965 keine Vikare mehr zugewiesen wurden, die Arbeit in der weitläufigen Gemeinde aber sehr umfangreich war, wurde zum 01.03.1966 der Diakon Peter Meiners, der nach einer Predigerausbildung am 01.09.1966 zum Pfarrer ordiniert wurde, in die Kirchengemeinde berufen, ihm wurden der Seelsorgebezirk Liesborn-Bad Waldliesborn zugewiesen.


Während der Amtstätigkeit von Pfarrer Risse entstand die evangelische Kirche in Benteler, die am 05.10.1969 eingeweiht wurde.


1969/1970 wurde das Pfarrhaus in Bad Waldliesborn, in das im April 1970 Pastor Meiners mit seiner Familie einziehen konnte, gebaut.


Nach 7 Jahren segensreichen Wirkens verließ Pfarrer H.G. Risse die Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn.

Als Nachfolger wurde am 01.05.1972 Pfarrer Hans Lüking, der 1957-1958 Vikar in der Kirchengemeinde Wadersloh war, gewählt. Er übernahm am 01.05.1972 die Pfarrstelle und wurde am 11.05.1972 in sein Amt eingeführt.


In seiner Amtszeit entstand zwischen der Kirche und dem Pfarrhaus das Gemeindehaus mit Diensträumen für den Pfarrer und einem Büro für die Fürsorgerin sowie auch Räume für die Gemeindearbeit. Die Einweihung erfolgte am 25.03.1973.


Im Zuge der kommunalen Neuordnung wurden auch die Grenzen der Kirchengemeinde dieser Neuordnung angepasst:

Umpfarrung der Gemeindemitglieder Benteler in die Evangelische Kirchengemeinde Wiedenbrück und die Umpfarrung der Gemeindeglieder im Bereich der politischen Gemeinde Diestedde aus der Evangelischen Kirchengemeinde Beckum in die Evangelische Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn.

Diese kirchliche Neuordnung trat zum 01.01.1977 in Kraft.

Eine zweite Umpfarrung erfolgte zum 01.01.1978. Danach gehören die Gemeindeglieder im Bezirk Bad Waldliesborn zur Evangelischen Kirchengemeinde Lippstadt.


Auch die 1977 von Beckum zur Kirchengemeinde Wadersloh neu hinzugekommene Erlöserkapelle in Diestedde entstand nach dem Krieg. Das Grundstück wurde 1951 vom Graf von Marchant und Ansembourg erworben, die Kapelle gebaut und am 29.11.1953 eingeweiht.


Die Kirchengemeinde wächst.

So wird im Herbst 1988 das Gemeindehaus in Wadersloh durch einen Anbau erweitert und zum Kirchenraum und zum bestehenden kleineren Gemeinderaum hin mit Schiebetüren versehen, sodass bei Bedarf ein größerer Kirchenraum bzw. Veranstaltungsraum zur Verfügung steht.



Kindergarten Pusteblume:


Da die Kindergartenplätze in der Gemeinde Wadersloh nicht mehr ausreichten, bot sich schon 1985 die Evangelische Kirchengemeinde an, die Trägerschaft für einen Zwei-Gruppen-Kindergarten zu übernehmen, einen Bauplatz hierfür auf dem eigenen Grundstück kostenlos zur Verfügung zu stellen und sich am Bau- und an den Betriebskosten zu beteiligen. Im April 1988 gab es dann endlich „Grünes Licht“ für den Bau des alternativen Kindergartens.


19.02.1989 Grundsteinlegung

06.08.1989 Einweihung des alternativen Kindergartens

07.08.1989 Beginn der Kindergartenarbeit


Bei der Errichtung des „Evangelischen Kindergartens an der Gnadenkirche“ ist versucht worden, eine umweltschonende, klimagerechte und energiesparende Architektur zu verwirklichen.


Herbst 2011 Erweiterung der Kindertageseinrichtung durch einen Anbau für die U 3 Kinder, Fertigstellung im Frühjahr 2012.




2.3 Einordnung in den Kirchenkreis

(Auszug aus dem Haushaltsicherungskonzept)


Die geografische und nachbarschaftliche Situation der Evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh im Kirchenkreis Gütersloh stellt sich wie folgt dar:


Kirchenkreis Gütersloh

 


Die Kirchengemeinde Wadersloh (Nr. 17) grenzt im Westen an die Kirchengemeinde Beckum, im Norden an die Kirchengemeinde Oelde, im Osten an die Kirchengemeinden Rheda-Wiedenbrück und Rietberg (alle Kirchenkreis Gütersloh) und im Süden bzw. Südwesten an Kirchengemeinden des Kirchenkreises Soest.


Sie entstand, wie oben dargestellt, aus Teilen der Kirchengemeinden Oelde, Lippstadt und Beckum. Regionale Bezüge zu diesen Kirchengemeinden sind nur durch die gemeinsame Lage im gleichen Kreis (Kreis Warendorf) gegeben. Es gibt eher eine Orientierung in den Süden nach Lippstadt. Dies gilt insbesondere für Liesborn und Wadersloh, während Diestedder sich gern nach Beckum orientieren.


Fusionen der kirchlichen Körperschaften sind aufgrund dieser Geografie schwierig. Gleichwohl sucht die Kirchengemeinde verantwortungsbewusst und offen nach Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Gemeindearbeit und des Pfarrdienstes.

Statistik


Während die kommunale Gemeinde Wadersloh von aktuell 1.926 evangelischen Christen (Stand 31.12.2018) ausgeht, weist die kreiskirchenamtliche Statistik zum 31.12.2018 nur 1.814 evangelische Gemeindeglieder aus. Die Diskrepanz von 112 Menschen mag damit zusammenhängen, dass sich einige Gemeindeglieder aufgrund von schwierigen Auseinandersetzungen in der Vergangenheit über die Jahre haben umpfarren lassen.

Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass auch die kreiskirchenamtliche Statistik zum 31.05.2019 eine leichte Steigerung um 8 Personen auf 1.822 Gemeindeglieder aufzeigt.


Die Kirchengemeinde arbeitet nach Kräften an einem Wiederaufbau und einer Neubelebung der Gemeinde.


Möglicherweise fallen auch die negativ prognostizierten Gemeindezahlen nicht ganz so dramatisch aus, wie seinerzeit im Rahmen der Haushaltssicherung vorausgesagt:



<colgroup><col width="72"> <col width="73"> <col width="73"> </colgroup>

Alter

Zahl

in Prozent

80 und älter

183

10,04%

70 bis 79

165

9,06%

60 bis 69

214

11,75%

40 bis 49

516

28,32%

30 bis 39

225

12,35%

18 bis 29

275

15,09%

0 bis 18

244

13,39%

gesamt

1822

100,00%

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Auch in der evangelischen Gemeinde zeigt sich, dass 40,83 % jünger als 40 Jahre sind.

2.4 Gottesdienste


Der Gottesdienst in seinen verschiedenen Formen ist das Zentrum des Gemeindelebens. Als einladende Gemeinde sind wir offen auch für kirchenferne und andere Religionen. Wir sind offen für andere Gottesdienstformen und -zeiten und versuchen, den Bedürfnissen von Jung und Alt gerecht zu werden. Eine Präsenz in allen Ortsteilen ist uns wichtig.


Regelmäßig finden Gottesdienste und Abendmahlsfeiern sonntags statt:

in Wadersloh um 10.15 Uhr und

in Diestedde und Liesborn durchschnittlich etwa 2 - 3 x im Monat um 9.00 Uhr.


Einmal im Monat gestalten wir sonntags in allen Ortsteilen reihum gemeinsame Gottesdienste mit anschließendem Kirchkaffee um 10.15 Uhr.


Daneben finden regelmäßig Schulgottesdienste für alle Schulformen und in allen Ortsteilen statt.


Zusätzlich feiern wir besondere Gottesdienste an Feiertagen, für Taufen, Beerdigungen, Hochzeiten, Themen- und besondere Gruppengottesdienste sowie musikalische Workshops mit anschließendem Gottesdienst auch Samstagabends sowie besondere Andachten.


Die Gottesdienstatmosphäre in unseren 3 kleinen Kirchen im Diaspora-Gebiet ist geprägt von einer sehr persönlichen, herzlichen und familiären Atmosphäre. So ist die durchschnittliche Besucherzahl der regulären Gottesdienste i.d.R. verhältnismäßig gut, allerdings leicht schwankend, und auch wir beobachten einen allgemein leicht rückläufigen Besucher*innentrend. So konnten in Diestedde kürzlich nacheinander zwei Gottesdienste mit nur einer Handvoll Besucher*innen gefeiert werden und ein Gottesdienst musste mangels Besucher*innen sogar ganz ausfallen. Dies mag auch urlaubs- und krankheitsbedingt mitverursacht sein. Hier betreiben wir konkrete Ursachenforschung und gehen davon aus, dass sich dieser Trend so nicht fortsetzt.


Mit neuen Gottesdienstkonzepten wie etwa Kirchkaffee im Anschluss an gemeinsame Gottesdienste, musikalische Workshops und Gottesdiensten am Abend soll versucht werden, Menschen die Kirche und den Glauben wieder näher zu bringen und so die Besucher*innenzahlen zu den Gottesdiensten insgesamt zu erhöhen.


2.5 Gebäudebestand


Zur evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh gehören die 3 Kirchen:


  • Gnadenkirche Wadersloh, Bentelerstr. 19

mit Pfarrhaus und Gemeindesaal

(Grundstück: 2.257 m², Gebäude: Nutzfläche 147 m², umbauter Raum 1.340 m³),

etwa 120 Plätze, durch Nutzung Gemeindesaal weitere 100 Plätze,


  • Auferstehungskirche Liesborn, Wullenbrinkstr. 13

(Grundstück: 1.038 m², Gebäude: Nutzfläche 101 m², umbauter Raum 853 m³),

etwa 50 - 80 Plätze, der Vorraum kann zum Kirchraum erweitert oder als Veranstaltungsraum genutzt werden,


  • Erlöserkapelle Diestedde, Rottkampstr. 25

(Grundstück: 2.038 m², Gebäude: Nutzfläche 101 m², umbauter Raum 897 m³)

etwa 50 - 80 Plätze, der Vorraum kann als Kirchraum oder Veranstaltungsraum genutzt werden.


Seit 1989 ist die Kirchengemeinde Trägerin der Kindertageseinrichtung Pusteblume in Wadersloh (Grundstück: 3.967 m², Gebäude: Nutzfläche 530 m², umbauter Raum 2.457m³). Die bereits beim Bau umweltfreundlich gestaltete Kita ist 2019 als eine der ersten Kita im Kirchenkreis QM-zertifiziert worden.


Laut Mitteilung des Kreiskirchenamtes weist die Gebäudestrukturanalyse in den Objekten keinen grundsätzlichen Sanierungsstau aus und eine Bauunterhaltungsrücklage zur Behebung der laufenden Arbeiten ist vorhanden.



2.6 Mitarbeitende, Aufgabenfelder


2.6.1 Voll-, Teilzeit- und nebenamtlich Beschäftigte:


Vorübergehend wird die Kirchengemeinde von Pfarrerin Heidrun Rudzio (z.Z. Vorsitzende des Presbyteriums) und Pfarrer Eckehard Biermann (PDÜ) mit insgesamt 1,5 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) für die Dauer der Pfarrstellenvakanz pastoral betreut. Hierfür sind wir sehr dankbar. Künftig stellt der Kirchenkreis eine Wiederbesetzung der Pfarrstelle voraussichtlich nur mit 0,5 VZÄ aufgrund der prognostizierten Gemeindegliederzahlen in Aussicht. Wenn wir auch die Beweggründe verstehen, bedauern wir diese Entscheidung sehr insbesondere angesichts der großen Flächengemeinde.

In dieser Situation wird auf Grundlage des “Terminstundenmodells“ zu überlegen sein, wie ein so eingeschränkter pastoraler Dienst gestaltet werden kann, ohne dass es zu einer Überlastung aller in der Gemeinde Tätigen kommt. Es zeichnet sich ab, dass es zu einer Vernetzung mit der Evangelischen Kirchengemeinde Oelde und den anderen Kirchengemeinden der Region West des Kirchenkreises Gütersloh kommen wird. Hier werden schon erste Schritte gegangen.


Die langjährige, erfahrene Gemeindesekretärin unterstützt die Pfarrstelleninhaber*innen und die Gemeinde nach Kräften. So sind die Sekretariatsstunden im Gemeindebüro insbesondere aufgrund der Pfarrstellenvakanz zunächst befristet bis zum 31.01.2020 von 0,3 VZÄ auf 0,46 VZÄ aufgestockt worden.

Angesichts der möglichen Reduzierung des Umfangs der Pfarrstelle erscheint es sinnvoll und muss überdacht werden, dieses Stundenkontingent auch in Zukunft beizubehalten. Die Urlaubs- und Krankheitsvertretung wird möglichst von der vorherigen Gemeindesekretärin, die bereits im Ruhestand ist, übernommen.


Für die Gnadenkirche in Wadersloh stehen im Küsterdienst 0,38 VZÄ (hier einschließlich der Pflege der Außenanlagen) und für die Erlöserkapelle Diestedde und die Auferstehungskirche Liesborn gemeinsam 0,15 VZÄ zur Verfügung. Unsere beiden Küsterinnen schmücken die Kirchen liebevoll und schaffen so ein Gefühl des Wohlfühlens und des Geborgenseins der Gemeindeglieder. Sie werden vertreten von ihren Vorgängerinnen, unseren Küsterinnen im Ruhestand.


Das Gemeindehaus in Wadersloh wird von einer Beschäftigten mit 0,2 VZÄ gepflegt. Dies trägt zur Willkommenskultur unserer Gemeinde tatkräftig bei.


Für eine bunte Mischung an Kirchenmusik sorgt unsere Organistin mit einem Anteil von 0,19 VZÄ. Sie ist für jede Musikrichtung offen und versteht es, die Gemeinde mitzunehmen. Zu besonderen Anlässen wird sie von weiteren Musikern*innen unterstützt und vertreten.


Die QM-zertifizierte Kita Pusteblume findet aufgrund der hervorragenden Arbeit des Personals unter der Leitung regen Zuspruch in Wadersloh. Der Stundenumfang des Kita-Personals berechnet sich jährlich in Abhängigkeit von der Belegungszahl und des Buchungsumfangs in der Einrichtung.

Zusätzlich übernimmt zunächst befristet bis zum 16.01.2020 ein Beschäftigter die Außenpflege und hausmeisterliche Betreuung der Kita mit 0,16 VZÄ.


2.6.2 Ehrenamtlich Mitarbeitende:


Alle Voll-, Teilzeit- und nebenamtlichen Kräfte engagieren sich weit über das normale Arbeitspensum mit großem Elan auch ehrenamtlich für die Kirchengemeinde, gleiches gilt für unsere ehrenamtlich Mitarbeitenden.



Presbyterium


Das zurzeit nur mit 5 von 8 möglichen Plätzen besetzte Presbyterium arbeitet intensiv und vertrauensvoll mit den Pfarrern*innen und allen Voll-, Teilzeit-, neben- und ehrenamtlichen Kräften zum Wohle der Gemeinde zusammen.

Für die anstehenden Neuwahlen im Frühjahr 2020 wünschen wir uns Vertreter*innen aus allen Ortsteilen und dass alle Presbyteriumssitze besetzt werden können.



Gruppen/Kreise in der Kirchengemeinde Wadersloh


Darüber hinaus werden zahlreiche Gemeindeglieder von jung bis alt ehrenamtlich aktiv. Sie arbeiten als Teamer*innen, leiten mit großem Einsatz die Gruppen, übernehmen Fahr- und Besuchsdienste, kochen Kaffee und Suppe, grillen, backen, organisieren Veranstaltungen, stehen jederzeit als Ansprechpartner*innen zur Verfügung und reichen bei Bedarf helfende Hände:


Ev. Frauenhilfe Wadersloh-Liesborn


Einmal im Monat am Mittwochnachmittag treffen sich Frauen in der Ev. Frauenhilfe Wadersloh-Liesborn, die 1948 gegründet wurde. Diese hat zurzeit 34 Mitglieder, wovon durchschnittlich 25 an den monatlichen Treffen (in der Schulzeit) teilnehmen. Diese finden im Gemeindehaus Wadersloh oder in der Auferstehungskirche Liesborn statt. Die Altersstruktur liegt bei 60 – 95 Jahren.

Die Vorsitzende organisiert die Treffen seit 2008, lädt auswärtige Referentinnen und Referenten zu kirchlichen, kulturellen oder sozialen Themen ein oder gestaltet die Nachmittage selbst bzw. gemeinsam mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. Ein Team von Mitarbeiterinnen unterstützt sie bei der Vorbereitung der Räumlichkeiten und der Kaffeetafel, sowohl in Wadersloh als auch in Liesborn. Einmal im Jahr findet ein Ausflug statt, die Adventsfeier ist ein fester Programmpunkt im Jahresverlauf und gemeinsam mit dem Seniorenkreis und dem Kaffeepott wird ein Sommerfest organisiert und gefeiert.


Für die Zukunft wird der Fortbestand der Gruppe in Wadersloh und Liesborn auch unter einer späteren neuen Leitung gewünscht.


Frauenhilfe Diestedde


Die Frauenhilfe Diestedde gibt es seit 72 Jahren. Die jetzige Leiterin organisiert seit 11 Jahren die Treffen. Sie wird von einigen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen bei der Gestaltung der Treffen und im Besuchsdienst für die Damen der Frauenhilfe unterstützt. Die monatlichen Treffen finden in jedem Monat jeweils am 2. Mittwoch um 14.30 Uhr in der Erlöserkapelle Diestedde statt. Wechselnde "Programmpunkte" bereichern die Nachmittage. Dies kann ein Vortrag eines Pfarrers oder einer Pfarrerin sein, von der Polizei oder den Leiterinnen der Frauenhilfe, ein Gesprächsthema, eine Diskussion, eine Aktivität .... Einmal pro Jahr stehen ein Tages- oder ein Halbtagesausflug auf dem Programm. Die Mitgliederzahl liegt bei 20, durchschnittlich nehmen 14 Teilnehmerinnen an den Treffen teil. Die Altersstruktur liegt zwischen 70 bis über 90 Jahren. Eine gut 50jährige stellt die jüngste Teilnehmerin dar.


Für die Zukunft wird der Fortbestand der Gruppe in Diestedde auch unter einer späteren neuen Leitung gewünscht.


Frauenhilfsgottesdienste an Judika


Die Frauenhilfsgottesdienste an Judika gestalten die Frauenhilfen Wadersloh-Liesborn und Diestedde in Zusammenarbeit mit dem/der Pfarrer*in.


Weltgebetstag


Den Weltgebetstag in Wadersloh bereitet die Vorsitzende der Frauenhilfe Wadersloh-Liesborn mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin von der katholischen Kirchengemeinde vor und gestaltet diesen gemeinsam mit einem Mitarbeiterinnenteam aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde. Die Weltgebetstagsgottesdienste finden nachmittags im Wechsel in der Gnadenkirche Wadersloh und in der katholischen Kirche St. Margareta statt. Ein Kaffeetrinken schließt sich an.


In Liesborn bereitet eine ehemalige Presbyterin in ökumenischer Zusammenarbeit mit der Frauengemeinschaft der katholischen Kirchengemeinde den Weltgebetstag vor. Auch hier findet dieser im Wechsel in der ev. Kirche und der katholischen Kirche mit anschließendem Kaffeetrinken statt.


Die Frauenhilfe Diestedde zeichnet sich auch für die jährliche Vorbereitung des Weltgebetstages verantwortlich, der lange Jahre im Wechsel mit der katholischen Frauengemeinschaft in Diestedde durchgeführt wurde. Wegen Auflösung der KFD erfolgt die Vorbereitung und Durchführung seit 3 Jahren allein durch die Frauenhilfe Diestedde unter Leitung der Vorsitzenden der Frauenhilfe, ist aber offen für Frauen aus der evangelischen wie auch der katholischen Gemeinde und findet in den Abendstunden in der Erlöserkapelle in Diestedde statt.


Seniorenkreis


Der Seniorenkreis trifft sich einmal im Monat (außer in den Ferien) um 15 Uhr am Mittwochnachmittag im Gemeindehaus in Wadersloh. Geselligkeit und informative Themen, sind die Schwerpunkte bei diesen Treffen, zu denen zurzeit etwa 11 Personen kommen. Frauen und Männer gleichermaßen sind eingeladen, allerdings wird diese Veranstaltung hauptsächlich von Frauen besucht. Die BesucherInnen sind über 80 Jahre alt.

Die Leiterin gestaltet den Seniorenkreis schon viele Jahre lang und hat seit 2018 eine Mitorganisatorin gefunden.


Kaffeepott


Einmal im Monat trifft sich mittwochs um 15 Uhr im Gemeindehaus in Wadersloh der Kaffeepott. Dies ehemalige Küsterin in Liesborn leitet ihn seit über 15 Jahren. Zuvor bestand er bereits viele Jahre. Etwa 10 – 12 Leute im Alter von 65 – 95 Jahre besuchen diese Treffen, in denen gemeinsames Kaffeetrinken, Gesellschaftsspiele und Kommunikation im Vordergrund stehen.


Adventsfeier für Senior*innen


Alle Senior*innen der Gemeinde, die älter als 70 Jahre alt sind, sind in der Adventszeit an einem Nachmittag zur großen Seniorenfeier eingeladen. Diese wird von einem Vorbereitungsteam aus den o. g. Kreisen und aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern der Kirchengemeinde gemeinsam mit der/dem Pfarrer*in organisiert und durchgeführt. Die Kinder des Kindergartens bereichern diese Nachmittage und zaubern den Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Unsere Organistin begleitet auf dem Klavier, so dass auch die Musik nicht zu kurz kommt. Die Teilnehmer*innenzahl ist in den letzten Jahren etwas rückläufig. Zum Teil kam es zu Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen im Ort.


Handarbeitstreff:


Seit weit über 10 Jahren findet in ökumenischer Form 14-tägig am Dienstagabend der Handarbeitstreff statt; dieser ist offen für alle, die gern kreativ sind. Die derzeit etwa 8 Teilnehmerinnen sind 50 – 85 Jahre alt und finden hier eine Anlaufstelle zum gemeinsamen Handarbeiten. Hin und wieder werden diese Abende auch von Menschen aus der Gemeinde genutzt, um Handarbeitstechniken kennenzulernen. Neue Teilnehmer*innen sind jederzeit gern willkommen.
(Jede*r Teilnehmende organisiert sich selbst, es gibt keine Leitung.)


Der Neue Gemeindekreis


Der Neue Gemeindekreis besteht seit 2018. Er ist ein offener Kreis, der sich an alle Interessierten richtet unabhängig von der Konfession und vom Alter, mit Interesse an theologischen Fragestellungen zum Klönen, Spielen oder für gemeinsame Ausflüge, Besuche und Veranstaltungen. I.d.R. finden einmal monatlich Veranstaltungen statt.

Das Organisationsteam besteht aus 5 Personen.

Die Treffen finden an unterschiedlichen Wochentagen und Orten statt, um möglichst viele Menschen anzusprechen. Jeder und jede ist jederzeit herzlich willkommen. Regelmäßig kommen etwa 15 – 20 Personen, abhängig vom Thema der Veranstaltung manchmal nur 10, dafür bei den „Groß“-Veranstaltungen auch 50 oder mehr.


Brot und Bibel


Neu entstanden ist ein Gesprächsabend, bei dem es darum geht, zunächst miteinander zu essen und sich zu stärken und dann in der Bibel zu lesen und darüber miteinander ins Gespräch zu kommen. Angedacht sind zunächst 4 Termine im Jahr, mittwochs um 19 Uhr in der Auferstehungskirche in Liesborn. Diese Veranstaltung wird vom Neuen Gemeindekreis mit organisiert und von dem/der Pfarrer*in begleitet.

Dorfküken


Die Dorfküken treffen sich wöchentlich, montags von 9.30 Uhr – 11.00 Uhr in der Erlöserkapelle Diestedde. Eingeladen sind hierzu Kleinkinder mit ihren Eltern.
Aufgrund der Schwangerschaft der Leitung pausiert die Krabbelgruppe zurzeit, soll aber nachfolgend fortgesetzt werden.


Krabbelgottesdienst


Aus der Gruppe der Dorfküken heraus ist ein Krabbelgottesdienst entstanden, der vierteljährlich, am Samstagnachmittag in der Erlöserkapelle in Diestedde stattfinden soll, zum ersten Mal im März 2019. Dabei fand er schon regen Zuspruch. Es ist ein Angebot für Eltern, Kinder und Großeltern. Besonders gedacht für Kinder im Krabbel- und Kindergartenalter. Nach dem, speziell auf die Kleinen zugeschnittenen Gottesdienst, gibt es für die Kinder noch viele Spielmöglichkeiten in der Kirche und für die Erwachsenen Möglichkeiten zum Gespräch und näheren Kennenlernen.


Katechumenen*innenunterricht und Konfirmanden*innenunterricht



Der Konfirmand*innenunterricht findet in Wadersloh im Gemeindehaus als zweijähriger Kurs statt. Die Jugendlichen treffen sich mit Pfarrer*in und jugendlichen Teamern alle 14 Tage zum zweistündigen Unterricht. Ein fester Bestandteil des Unterrichts ist das KonfiCamp, organisiert vom Jugendreferat des Kirchenkreises Gütersloh, das alljährlich in der ersten Sommerferienwoche zumeist in Berlin-Frauensee stattfindet. Die Konfirmand*innen versuchen durch unterschiedliche Aktionen (mal ist es eine Fahrradputzaktion, mal Kuchen- oder Waffelverkauf) die Kosten der Fahrt zu senken.

Die Konfirmand*innenzeit endet mit der Konfirmation, die zumeist an 2 Terminen stattfindet und zuvor dem Vorstellungsgottesdienst, der von den Konfirmand*innnen mitgestaltet wird.


Teamer*innen


Nach den Konfirmationen finden sich zumeist Konfirmand*innen, die als Teamer*in weiter den Konfirmand*innenunterricht der „Neuen“ begleiten möchten. Diese werden in ihrem Vorhaben unterstützt, indem sie die Möglichkeit haben entweder als Trainee beim nächsten KonfiCamp mitzumachen oder den Juleika-Lehrgang des Kirchenkreises im Herbst zu besuchen.


Jugendkeller


Die Teamer*innen haben in den vergangenen Jahren den Jugendkeller in eigener Arbeit und Verantwortung renoviert und für unregelmäßige Aktionen und Treffen genutzt. Im Augenblick wird der Jugendkeller im Rahmen der Konfirmand*innenarbeit genutzt und darüber hinaus nach Absprache durch die Teamer*innen.


Gemeindebeirat


Etwa einmal monatlich trifft sich der Gemeindebeirat. Hier werden Fragestellungen zur gottesdienst- und kirchlichen Raumgestaltung, zur Organisation von Festen und sonstigen Veranstaltungen sowie zu sonstigen gemeindeübergreifenden Aufgaben erörtert und bearbeitet. Die Leitung arbeitet engagiert mit einem motivierten Team an der Vielzahl der Aufgaben.


Kirchenbulli


Zu allen Veranstaltungen und allen Gottesdiensten in den 3 Kirchen können die Menschen in der Gemeinde auf einen langjährigen, kompetenten und empathischen Fahrer des Kirchenbullis zählen, der die Menschen zu den Veranstaltungen abholt und später nach Hause bringt.


Aufgrund der umfassenden, fachkundigen und ehrenamtlichen Pflege des Bullis aus dem Jahr 2002 werden die Unterhaltungskosten minimiert.

I.d.R. fährt ein fester Stamm vorwiegend älterer Gemeindeglieder mit.

Für die Zukunft wünschen wir uns Nachwuchsfahrer*innen für diese verantwortungsvolle Aufgabe. Zu fragen ist auch, ob sich künftig ggf. das Fahr- und Mitnahmeverhalten der Gemeindeglieder verändern wird angesichts der zunehmenden eigenen Mobilität älterer Generationen.

Daneben wird der Bulli auch für weitere Nutzungen eingesetzt:

  • Kita-Ausflüge mit eigenem Personal

  • Für Konfi-Camp mit Personal des Kirchenkreises, je Einsatz 1.200 - 2.200 km

  • Einmal monatliche Aushilfsfahrten für „Ein-Tag-für-mich“, ein ehrenamtlich organisiertes Betreuungsangebot für betreuungsbedürftige Menschen des Caritasverbandes


Besuchsdienst/Gratulationsschreiben


Eine Presbyterin übernimmt zahlreiche Aufgaben und Besuchsdienste, sofern zeitlich möglich. Zu runden Geburtstagen der älteren Gemeindeglieder sorgt sie für ein liebevolles, persönliches Gratulationsschreiben der Kirchengemeinde.


Außenpflege an der Erlöserkapelle Diestedde und der Auferstehungskirche Liesborn


Gemeindeglieder sorgen mit großem Elan und tatkräftigen Einsatz ehrenamtlich für die Pflege der Außenanlagen an der Erlöserkapelle in Diestedde und der Auferstehungskirche in Liesborn.


Gemeindebrief


Die frühere Gemeindesekretärin erstellt regelmäßig ehrenamtlich mit großer Präzision und Einsatz unseren Gemeindebrief.


Schaukästen


Die derzeitige Gemeindesekretärin gestaltet ehrenamtlich liebevoll und kreativ die Schaukästen an allen drei Kirchen.


Internetauftritt


Unser Kirchmeister pflegt ehrenamtlich in Zusammenarbeit mit der Gemeindesekretärin die gemeindliche Internetseite.


Kerzen


Besondere Kerzen, wie Tauf- und Osterkerzen, werden liebevoll von Gemeindegliedern ehrenamtlich gestaltet.

2.7 Diakonie/Seelsorge


Im Wesentlichen zeigt sich diakonisches Arbeiten und Seelsorge im Wirken des/der Pfarrers*in und aller Voll-, Teilzeit-, nebenamtlich und ehrenamtlich Tätigen vor Ort.


Der Diakonieverband selbst bietet derzeit lediglich ein Beratungsangebot für Familien in der katholischen Kita St. Margareta, einem Familienzentrum, in Wadersloh an.

Daneben gibt es Angebote in der Westregion des Kirchenkreises, wie z.B. die Schuldnerberatung in Beckum.


Mit dem Diakonieverband im Kirchenkreis hat es mit Blick auf die Entwicklung des diakonischen Profils der Gemeinde einen Austausch gegeben, der fortgeführt werden soll, damit eine gute Vernetzung zwischen kreiskirchlicher diakonischer Arbeit und einer möglichen Präsenz in der Kirchengemeinde Wadersloh überlegt werden kann.


Darüber hinaus beteiligen wir uns am ökumenischen Sozialbüro der Großgemeinde Wadersloh. Wir arbeiten an einer Verbesserung der personellen Ausgestaltung im Ehrenamt.


2.8 Ökumene


Als Kirchengemeinde im Diasporagebiet ist eine gute Verbindung zur katholischen Nachbarkirche wichtig. Hier findet regelmäßig ein ökumenischer Austausch auf pastoraler Ebene statt.

Ebenso wichtig sind gemeinsame Veranstaltungen wie ökumenische Gottesdienste (z.B. in den Schulen) und Feste. Angesichts der Diasporasituation ist es der Evangelischen Kirchengemeinde wichtig, sich immer wieder "ins Gespräch zu bringen" und dabei auch evangelisches Profil zu zeigen.

 

2.9 Vernetzung der Gemeinde


Enge Kontakte bestehen zur politischen Gemeinde, zu zahlreichen örtlichen Vereinen und zur Volkshochschule.

Kontakte auf Pfarr- und Presbyteriumsebene zu den Nachbargemeinden insbesondere in der Region West des Kirchenkreises werden sukzessive ausgebaut.

Zu Christi Himmelfahrt wurden bereits zweimal gemeinsame Gottesdienste mit der Evangelischen Kirchengemeinde Oelde in Stromberg gefeiert. Ein erster Austausch mit dem Presbyterium Oelde hat am 09.10.2019 stattgefunden, eine Fortsetzung ist für Januar 2020 verabredet.


2.10 Ökologie

 

Bereits beim Bau der Kita Pusteblume wurde auf eine umweltfreundliche Gestaltung geachtet. So verfügt die Kita über ein grasbewachsenes Dach und weist viel Naturholz auf. Mit dem großen Außengelände und dem Sinnesgarten können die Kinder Natur noch besser erleben.


Die herkömmlichen Lampen in der Gnaden- und der Auferstehungskirche werden gegen stromsparende LED-Beleuchtung ausgetauscht.


An der weltweiten Aktion für den Klimaschutz haben wir uns mit einer Andacht beteiligt.


Der Kirchengarten der Auferstehungskirche Liesborn wurde am 19.10.2019 mit Unterstützung des Umweltreferenten und des Umweltausschusses des Kirchenkreises Gütersloh insekten- und bienenfreundlich gestaltet. Hierüber freuen wir uns sehr und sind dankbar. Im Frühjahr 2020 soll dann in Liesborn ein Gemeinsamer Umweltgottesdienst gefeiert werden.

Nachfolgend sollen auch die Gärten in Diestedde und Wadersloh sowie der Sinnesgarten der Kita bienen- und insektenfreundlicher gestaltet werden.


2.11 Öffentlichkeitsarbeit


Die Evangelische Kirchengemeinde Wadersloh legt Wert auf eine transparente und gute Öffentlichkeitsarbeit auf örtlicher, regionaler und auf Ebene des Kirchenkreises, hierzu gehören sämtliche Print- und Digitalmedien.

So erfolgt die Öffentlichkeitsarbeit durch die ehrenamtlich gepflegte Homepage, durch Pressemitteilungen, Tagesterminkalender in den örtlichen Zeitungen und WDL, die Pflege der Termine in der Termindatenbank der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie die Schaukästen. Darüber hinaus durch Aushänge im öffentlichen Raum zu besonderen Anlässen und Aktionen.


Zurzeit wird eine „Briefkastenaktion“ durchgeführt. Die Kirchengemeinde möchte wissen, wie ihre Angebote und Gottesdienste attraktiver gestaltet werden können und lädt alle ein, ggf. auch anonym, Ihre Meinung zu äußern. Dies ist ein fortlaufender Prozess. Bis Ende des Jahres soll eine erste Auswertung erfolgen.


Darüber hinaus sollen künftig Gemeindebriefe auch an Neuzugezogene verteilt werden.

Daneben legen wir auch intern Wert auf eine gute Informations- und Kommunikationsstruktur untereinander.



  1. Vision


3.1 Unsere biblische Grundlage


Auf Grundlage des biblischen Leitwortes


Kommt her zu ihm!

Er ist der lebendige Stein, der von den Menschen verworfen wurde. Aber bei Gott ist er auserwählt und kostbar. Lasst euch auch selbst als lebendige Steine zur Gemeinde aufbauen.

(Petr. 2, 4 - 5a)


und der bisherigen Darstellungen ergeben sich für den weiteren Weg der Gemeinde folgende Leitsätze:



3.2 Unsere Leitsätze

Wir sind/wollen … (sein) …

  • eine lebendige, offene, einladende Gemeinde mit Präsenz in allen 3 Ortsteilen



  • uns ganz bewusst unserer geschichtlichen Herkunft vergewissern und an unser evangelisches Bekenntnis anknüpfen.


  • als lebendige Gemeinde die Kraft der Botschaft Gottes im Wandel der Zeiten leben und weitergeben.



  • eine gottesdienstliche Vielfalt in unserer Gemeinde als Zusatzangebot zum sonntäglichen klassischen Gottesdienst bieten



  • dass die Vielfalt der am Gottesdienst beteiligten Menschen erhalten bleibt, gefördert und ausgebaut wird: z.B. durch Chöre/Musikgruppen, Singeangebote, Schlagzeugunterricht und Kindergottesdienste usw.



  • einladende Gottesdienste mit z.B. Kirchkaffee in allen Ortsteilen



  • besondere Angebote für alle Altersgruppen



  • ein lebendiges Angebot an Vorträgen, Konzerten, Andachten mit ggf. der Möglichkeit, Einnahmen zu generieren



  • Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gemeinden pflegen



  • Ökumene leben



  • nehmen bewusst auch Kirchenferne in den Blick, um mit ihnen anlassbezogen im Gespräch zu bleiben



  • offen sein für neue Angebote und Konzepte und andere Gottesdienstformen




  • transparent, respekt- und verantwortungsvoll im Haupt- und Ehrenamt miteinander umgehen und uns gegenseitig unterstützen



  • Menschen auf ihren Lebenswegen begleiten, Hilfe zur Lebensgewissheit geben



  • im Glauben an Christi Auferstehung Sterbenden und Trauernden beistehen



  • besonders wollen wir Kindern und Jugendlichen in jedem Ortsteil einen Ort eröffnen, an dem sie Gemeinschaft erleben und Gottvertrauen erfahren, wie Kinderbibeltage, Kita, Kindergottesdienst, Familiengottesdienste



  • jugendliche Teamer und Erziehungsberechtigte in die Konfi-arbeit einbinden



  • Erwachsene unserer Gemeinde in allen Ortsteilen ansprechen und Ihnen vor Ort Raum geben, Gemeinschaft zu erleben und ihren Glauben zu stärken



  • Orientierung über unseren Glauben geben und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen



  • Gottes Schöpfung bewahren: Worte und Taten sollen hier zusammenkommen, z.B. Anlegen einer Blumenwiese in der Kita Pusteblume, bienenfreundliche Gestaltung der Kirchgärten



  • eine leuchtende Vielfalt in ständiger Bewegung, wo Gott und Jesus zu spüren sind. Wir bauen Brücken zu allen Menschen und Generationen an allen Orten/Ortsteilen. Jeder findet bei uns Zuspruch. Jeder findet bei uns seinen Platz. Wir begegnen uns bei Festen mit Vereinen und Gruppen in der Gemeinde



  • eine bedürfnisorientierte Gemeindearbeit, um die Menschen vor Ort zu erreichen, Kirche muss zu den Menschen vor Ort kommen



  • in der Öffentlichkeit präsent sein. Es soll Wert darauf gelegt werden, dass die Ev. Kirchengemeinde wahrgenommen wird, z.B. im Rahmen ökumenischer Veranstaltungen



  • „christliche Menschlichkeit“ in unserer Gemeinde leben, Kräfte sollen geachtet werden und der Umgang miteinander wertschätzend sein



  • auf „vergebenden Umgang“ miteinander Wert legen.





3.3 Unsere Handlungsfelder


(Wie sollen die Handlungsfelder in unserer Gemeinde sichtbar werden? Warum ist was wichtig und wie verhält es sich zu unserem Leitwort?)



Handlungsfeld 1, Gottesdienst:


Die gottesdienstliche Vielfalt ist zentraler Bestandteil unseres Gemeindelebens. Es ist uns sehr wichtig, regelmäßig und vor Ort in jeder unserer Kirchen gottesdienstliche Gemeinschaft zu leben. Wir wollen die Kirchen in jedem Ortsteil mit Leben füllen und neu aufbauen – lebendige Steine sein und die Gemeinde aufbauen.

Dazu gehört es, auf die Bedürfnisse der Menschen zu hören und auch neue Wege in der Gottesdienstgestaltung zu gehen.

Neben den regelmäßigen Sonntagsgottesdiensten gestalten wir besondere Familien- und Kindergottesdienste und entwickeln neue Konzepte. Gottesdienste am Samstag- oder Sonntagabend oder an anderen Abenden der Woche sind uns vor Ort wichtig, ebenso die Durchführung regelmäßiger gemeinsamer Gottesdienste mit Kirchkaffee in jeder unserer Kirchen. Dies ist für uns ein guter seelsorgerlicher Ansatz, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.


Gerne probieren wir auch, ob z.B. Gottesdienste gegen Ende der Öffnungszeiten der Kindertagesstätte oder nach Schulschluss mit anschließendem Abendbrot, kurze Gottesdienste/Andachten im Wochenverlauf, Gottesdienste zu bestimmten Themen, wie z.B. Friedensgebete, musikalische Gottesdienste, ökumenische Gottesdienste, Gottesdienste gemeinsam mit den Nachbargemeinden, Andachten z.B. in der Kindertagesstätte oder Gottesdienste an verschiedenen Orten (z.B. auf dem Bauernhof, lebendiger Adventskalender) usw. das Interesse der Menschen finden. Denkbar sind für uns auch z.B. Kindergottesdienste parallel zum normalen Gottesdienst für Erwachsene.


Im Rahmen knapper werdender Ressourcen prüfen wir, ob sich einzelne unserer Kirchen für spezielle Angebote besonders eignen oder ob in unserer Gemeinde in jedem Ort die ganze Bandbreite regelmäßig vorgehalten werden muss. Hieran soll in Zukunft verstärkt gearbeitet werden.



Handlungsfeld 2, Seelsorge:


Gemeindlicher Aufbau bedeutet für uns, jedem einzelnen Menschen seelsorgerlich, diakonisch auf christlicher Basis zu begegnen.

Hier sind in erster Linie die/der jeweilige Pfarrer*in Ansprechpartner*in. Besondere Haus- und Krankenbesuche auf Wunsch auch mit der Gabe des Abendmahls bleiben dem/der Seelsorger*in vorbehalten. Für viele Gemeindeglieder ist die persönliche Ansprache durch eine*n empathische*n Pfarrer*in dabei besonders wichtig.


Sehr wichtig ist die verlässliche Ansprechbar- und Erreichbarkeit des/der Seelsorger*in.


Auch die Institutionen, Kita, Schule, Seniorenheime usw. sollen regelmäßig seelsorgerlich betreut werden.


Seelsorger*innen werden von den Gemeindegliedern unterstützt. Alle ehrenamtlich und hauptamtlich tätigen Gemeindeglieder üben konkrete Nächstenliebe.


Wir wünschen uns den Aufbau eines ehrenamtlichen, geschulten Besuchsdienstes.


Wir begegnen unseren Mitmenschen mit offenen Augen für ihre Sorgen, Nöte und Leiden und versuchen, im Rahmen der Möglichkeiten jedes und jeder Einzelnen wertschätzend zu helfen.


Kirche soll einen Raum bieten, sich „zu Hause zu fühlen“, und so eine geistliche Heimat sein.



Handlungsfeld 3, Dienste in der Gemeinde - Küsterdienst, Arbeit des Gemeindebüros – Öffentlichkeitsarbeit


Die hauptamtlich Tätigen sorgen für die Erfüllung der jeweiligen Aufgaben in ihrem Arbeitsbereich, sind zugleich aber auch Ansprechpartner*in für die Menschen in der Gemeinde in den verschiedensten Lebenslagen. Sie vermitteln Kontakte mit dem/der Pfarrer*in und haben ein offenes Oh: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid.“ (Mt. 11, 28). Gerade in solchen Lebenssituationen wollen die Mitarbeiter*innen da sein für die Menschen in der Gemeinde.

Die Gemeindesekretärin sieht es, neben ihren originären Aufgaben im Verwaltungsbereich, als ihre Aufgabe an:

- die Pfarrer*innen, das Presbyterium sowie alle anderen ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter*innen in der Gemeinde in ihrer Tätigkeit zu unterstützen und somit die Gemeindearbeit zu fördern,

- den Menschen, die mit den unterschiedlichsten Anliegen an die Gemeinde herantreten, offen zu begegnen, ihnen Berührungsängste zu nehmen, eine einladende Kirche zu leben,

- die vielfältigen Informationen aufzubereiten und Verknüpfungen zu schaffen.


Dies gilt ebenso für die Küsterinnen und sonstigen Beschäftigten, die bereitwillig die Gruppen und Gemeindeglieder unterstützen und für eine einladende Willkommensatmosphäre in den Kirchen sorgen.


Eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist uns wichtig, um die Transparenz zu fördern und viele Menschen zu erreichen. Hierzu gehören die Pflege guter Kommunikationswege innerhalb der Gemeinde aber auch die Vernetzung außerhalb der Gemeinde, auf Kirchenkreisebene und in der Öffentlichkeit.

Möglichst viele sollen in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden werden, insbesondere Jugendliche sollen für die Medienarbeit interessiert und gewonnen werden. Neben den üblichen gedruckten Medien sind wir offen für moderne, digitale Mediennutzung und die Präsenz im Lokalradio.



Handlungsfeld 4: Haupt- und Ehrenamtliche


Das Wort „lasst euch auch selbst als lebendige Steine zur Gemeinde aufbauen“ nehmen wir ernst.


Jede*r soll sich mit seinen/ihren Interessen, Ideen und Stärken in unserer Gemeinde einbringen und entfalten können. Das gilt für alle Altersgruppen und Geschlechter und für alle Veranstaltungen im Hause der Kirche. Unser gemeinsam gestaltetes Gemeindefest am 06.10.2019 mit Erntedank und 30jährigem Kita-Jubiläum, bei dem so viele zu einem guten Gelingen beigetragen haben, ist hierfür ein gutes Beispiel.


Wir sind offen für neue Menschen und Ideen, unterstützen uns gegenseitig und nehmen jede*n wertschätzend in seiner/ihrer Individiualität als „auserwählt und kostbar“ wahr.

Wir fördern das Haupt- und Ehrenamt und suchen beständig neue Mitwirkende. Über jedes noch so kleine Einbringen freuen wir uns.


Das Ehrenamt bietet die Möglichkeit zur Persönlichkeitsentfaltung. Wir legen Wert auf individuelle Förderungen und Fortbildungen.

So ermöglichen wir z.B. jungen Menschen, die als Teamer*in tätig werden, den Erwerb des Juleika-Scheins.

Gleichzeitig achten wir darauf, niemanden zu überfordern, und ermutigen, eigene Grenzen zu setzen.



Handlungsfeld 5: Kindertagesstätte – Jugendliche – Konfirmand*innen – Zusammenarbeit mit Schulen


Insbesondere Taufen und die Kindertagesstätte Pusteblume bieten oft die erste Möglichkeit für die Kirche, in den Familien präsent zu sein, z.B. durch Gottesdienste in der Kirche oder im Kindergarten, durch Begleitung der Kinder und des KITA-Teams durch Pfarrer*in.


Ein frühkindlicher Kontakt ist uns wichtig, besonders im Anschluss an die Taufe. Dies gilt insbesondere für die Kita Pusteblume, aber ebenso für die anderen Kindertagesstätten in der Großgemeinde Wadersloh


Wir möchten Glauben kindgerecht vermitteln. Kirche soll als eine Art Zuhause empfunden werden. Hierzu gehören z.B. Krabbelgruppen und Krabbelgottesdienste, Kindergottesdienste und Kinderbibeltage


Wir sind offen für Angebote für Kinder und Jugendliche in allen Ortsteilen und freuen uns über Menschen, die sich hier einbringen.


Die kirchliche Arbeit mit Katechumen*innen und Konfirmand*innen ist wichtiger Bestandteil unseres Gemeindelebens. Hier sind wir offen für neue Konzepte und Modelle der Kooperation mit Nachbargemeinden.


Auf dem Wege zum Erwachsenenleben binden wir Jugendlichen gern in die gemeindliche Arbeit ein. Jugendliche sollen lernen, auf christlicher Grundlage Verantwortung zu übernehmen und selbstständig zu denken und zu agieren. Sie sollen im christlichen Glauben ein Zuhause finden.


Wir fördern eine intensive Zusammenarbeit mit allen Schulen und Lehrer*innen auf ökumenischer Basis. Schulgottesdienste in den Grundschulen und regelmäßige Gottesdienste mit den weiterführenden Schulen bieten den Schüler*innen immer wieder Berührung mit dem Glauben und eine Möglichkeit, sich damit auseinanderzusetzen.


Ein generationenübergreifendes Miteinander ist uns wichtig. Neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung stehen wir offen gegenüber.



Handlungsfeld 6, Erwachsene – Senior*innen


Wir sind als Gemeinde lebensbegleitend unterwegs und wollen alle geschlechter- und altersübergreifend einladen, sich einzubringen und teilzunehmen. Jede*r soll sich hier wohlfühlen und auf christlicher Grundlage Angebote finden, die zu ihm/ihr passen.


Dabei spielt es für uns keine Rolle, ob aus unseren Angeboten feste Gruppen entstehen oder nur einzelne Veranstaltungen besucht werden. Wir pflegen traditionelle Angebote und Kreise, wie die Frauenhilfe, und stehen neuen Ideen und Konzepten, wie z.B. Workshops, offen gegenüber.


Gerne suchen wir uns hierfür Partner*innen in der Gemeinde und Region, die uns ggf. personell oder finanziell unterstützen.

Wir freuen uns auch über koordinierend Tätige, die als Ansprechpartner*innen für ehrenamtliche Projekte fungieren und Angebot und Nachfrage vermitteln.


Die Arbeit an Menschen, die nicht zu uns und unseren Veranstaltungen kommen können, weil sie z.B. alt oder krank sind, ist uns wichtig. So fährt bereits der Kirchenbulli Ältere zu kirchlichen Veranstaltungen.


Neben dem Aufbau eines ehrenamtlich organisierten Besuchsdienstes wünschen wir uns eine Präsenz des/der Pfarrers*in bei Kranken- und Hausbesuchen in besonderen Einzelfällen.


Darüber hinaus sind wir offen für neue Konzepte zur seelsorgerlichen Begleitung der Seniorenheime in allen 3 Ortsteilen. Diese Arbeit ist uns wichtig.


Handlungsfeld 7, Musik


Wir verstehen Musik als Verkündigung des Wortes Gottes. Wir fördern jegliche Art von Musik, um Menschen aller Generationen für Gott zu begeistern. Musik macht erlebbar: „Die Gemeinde ist das Haus, in dem Gottes Geist gegenwärtig ist“.

 

So verknüpfen wir traditionelle Kirchenmusik mit neuen, modernen Musikrichtungen und Ideen.

Wir gestalten insbesondere mit besonderen musikalischen Workshops abendliche Gottesdienste.

Wir sind offen für z.B. die Einbindung von Projektchören, Posaunenchören, Schlagzeuggruppen u.a.

Wir singen gern und erleben das Kennenlernen neuer Lieder als eine Bereicherung der Gottesdienste.


Handlungsfeld 8, Ökologie


Wir sehen es als unseren Auftrag an, die Schöpfung zu bewahren. Ökologisches Denken spielt seit jeher eine besondere Rolle in der Kirchengemeinde. So wurde die Kita Pusteblume 1989 nach ökologischen Standards gebaut (s.o.). Wir wollen hieran kontinuierlich weiterarbeiten, z.B. indem wir energiesparende Lampen verwenden und unsere Gärten insektenfreundlicher gestalten. Mit Fachvorträgen, wie „Leben ohne Plastik“, Pflanzaktionen und besonderen Andachten und Gottesdiensten wollen wir uns in die aktuelle Diskussion einbringen.



Handlungsfeld 9, Ökumene


Wir sind uns unseres evangelischen Glaubens bewusst und stehen für ein lebendiges, evangelisches Christentum im katholischen Umfeld. Ein ökumenisches Miteinander auf allen Ebenen (Pfarrebene und Ebene der Gemeindeglieder) ist uns wichtig. Dies äußert sich z.B. in ökumenischen Schulgottesdiensten und gemeinsamen Veranstaltungen.


Ökumenisches Denken und Handeln zeigt sich für uns auch darin, dass wir uns weltweit vernetzt wissen. Hier gibt es auch Berührungspunkte zu ökologischen Fragestellungen.

Außerdem haben wir Fragen des Lebens in der Einen Welt im Blick.



Handlungsfeld 10, Nutzung der Gebäude


Unsere Räumlichkeiten sind offene Orte, um Glauben und Gemeinschaft zu erleben.


Neben den kirchlichen Gruppen stellen wir sie auch anderen Gruppen zur Verfügung. So finden im Gemeindehaus z.B. Veranstaltungen wie „Essen und Klönen“, Turngruppen, Seniorentanz, Goldener Herbst, Yoga usw. statt. Sofern möglich, versuchen wir hierfür auch Einnahmen zu erzielen.

Darüber hinaus bieten wir einem Musiklehrer Raum zu unterrichten, um mit ihm und seinen Schüler*innen nachfolgend besondere kirchliche Veranstaltungen musikalisch zu begleiten.


Es ist uns sehr wichtig, alle Gebäude so lange wie möglich zu nutzen und die Gemeinde aufzubauen.


Da die finanzielle Entwicklung nur begrenzt vorhersehbar ist, sind wir uns bewusst, die Nutzung der Gebäude immer wieder neu zu bedenken und ggf. realistische Anpassungen vorzunehmen.

Hierzu gehört es auch, dort, wo es möglich ist, Einnahmen zu erhöhen und Ausgaben zu reduzieren.


Die drei kleinen Kirchen befinden sich in einem baulich guten Zustand. Sie werden sehr preisgünstig bewirtschaftet. Der Finanzierung der Kirchen kommt zudem zugute, dass im Rahmen des Neuen Kirchlichen Finanzmanagements für Kirchgebäude keine Abschreibungen gebildet werden müssen.


1 Friedrich Helmert, Wadersloh – Geschichte einer Gemeinde im Münsterland, Erster Band: Kirchengeschichte, Münster 1963, s. 24 f

2 Erich Werner Brüggemann, 850 Jahre Diestedde – Das Nikolausdorf in Vergangenheit und Gegenwart, Wadersloh 1986, 153

3 K. Hendrich, Festschrift zur 50jährigen Jubelfeier der evangelischen Stadtkirche zu Oelde (1880 – 1930) Oelde 1930, S. 8

4 Heinrich Bücker, Die Geschichte des Klosters Liesborn, Wissenschaftliche Arbeit zum theol. Examen (Museum Liesborn), Ort ?? Jahr ?? Seite ??

5 Brune S. 178

6 Dorf 26, später Kirchplatz 3 (zunächst Mädchenschule, dann Lehrerwohnungen, 1967 abgebrochen)

7 Kreisarchiv Warendorf, Amt Wadersloh A 653

8 Helmert S. 209

9 Hendrich S. 9

10 Kreisarchiv Warendorf, Amt Wadersloh A 481

11 Hendrich S. 25 f

12 Helmert S. 209

13 Gemeinde- und Pfarralmanach für die Kirchenprovinz Westfalen der Evang. Kirche der altpreußischen Union, Stand 2.10.1937, Münster 1938

14 Ruth Wiedermann, Gertraud Hahn: Chronik der Evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh-Liesborn, Wadersloh 1992, S. 5 ff, auch im Folgenden

Beschreibung der Gemeinde

Kontakt

Unsere Pfarrstelle ist zur Zeit unbesetzt.

Bis zur Wiederbesetzung macht Pfarrerin Heidrun Rudzio die Vertretung mit einer halben Stelle in unserer Gemeinde. Gottesdienste, Beerdigungen, Taufen und der Konfirmandenunterricht können kompetent gehalten werden.

Ihre Kontaktdaten (außer montags):

Pfälzer Weg 7
59269 Beckum
Telefon: 02521 9175883

E-Mail: hrdontospamme@gowaway.rudzio-online.de

 

Unser Gemeindebüro

Benteler Str. 19
59329 Wadersloh
Telefon: 02523 940440
Fax: 02523 940442

E-Mail: GT-KG-Waderslohdontospamme@gowaway.kk-ekvw.de

Öffnungszeiten:
Mittwoch 15-18 Uhr, Freitag 9-12 Uhr